Objekt : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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auch  die  übrigen  Männer  von  Talenten  mit  nach
und  nach  wahr,  die  vorher  nicht  im  Stand  gewesen ¬
  wären,  in  denselben  einzudringen,  und  ein
jeder  drückt  den  Charakter  der  Sprache,  nach
dem  Beyspiel  jenes  Genies,  in  seiner  Wissenschaft
aus.  Mit  nach  und  nach  wird  die  Sprache  mit
einer  Menge  von  neuen  Wendungen  bereichert,  die
durch  die  Beziehung,  die  sie  auf  den  Charakter
der  Sprache  selbst  haben,  ihn  immer  mehr  und
mehr  entwickeln;  und  die  Analogie  wird  gleichsam
eine  Fackel,  deren  Licht  unaufhörlich  zunimmt,  und
eine  größere  Anzahl  von  Schriftstellern  erleuchtet.
Nun  sieht  alle  Welt  auf  diejenigen  hin,  die  sich
hervorthun;  ihr  Geschmack  wird  der  herrschende
Geschmack  der  Nation;  ein  jeder  kömmt  mit  dem
Scharfsinn,  den  er  aus  ihnen  geschöpft  hat,  an
die  Materien,  deren  Untersuchung  er  sich  gewidmet; =
  die  Talente  gähren;  alle  Künste  nehmen  den
ihnen  eigenthümlichen  Charakter  an,  und  man
sieht  Männer,  die  sich  in  allen  Wissenschaften  auszeichnen. =
  Große  Talente,  sie  mögen  von  einer
Art  seyn,  von  welcher  sie  wollen,  kommen  daher
nicht  eher  zum  Vorschein,  bis  die  Sprache  beträchtliche ¬
  Fortschritte  gethan  hat.  Das  ist  so
gewiß,  daß,  wenn  die  für  die  Kriegskunst  und
die  Regierungswissenschaften  günstigen  Umstände
gleich  sehr  häufig  eintreten,  die  Feldherrn  und
Staatsmänner  vom  ersten  Rang  doch  nur  dem
Jahrhundert  der  großen  Schriftsteller  zugehören.
So  großen  Einfluß  haben  die  Gelehrten  auf  den
Staat.  Es  scheint  mir  fast,  als  wenn  man  den
ganzen  Umfang  dieses  Einflusses  noch  nicht  kenne.
            
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