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solchen Grad von Vollkommenheit erreicht, den
die unsrige erreicht hatte, wie sie anfing, gute
Es ist folglich ausgeSchriftsteller =
zu bilden.
macht; die Nationen können nicht eher große Genies =
haben, als bis ihre Sprachen schon beträchtlich =
ausgebildet sind.
§. 151. Folgende sind die Ursachen, die nach
der Reihe zur Entwickelung der Talente mitwirken.
1) Das Klima ist eine wesentliche Bedingung.
2) Die Regierung muß schon eine feste Form haben, =
und dadurch muß der Charakter einer Nation
schon sixirt seyn. 3) Dieser Charakter giebt auch
der Sprache den ihrigen, indem er die Wendungen, =
die den herrschenden Geschmack eines Volks
ausdrücken, vervielfältigt. 4) Jn solchen Sprachen, =
die sich aus den Trümmern mehrerer andrer
Sprachen gebildet haben, geht dieses nur langsam =
vor. Allein sind diese Hindernisse einmal
überwunden: so werden die Regeln der Analogie
festgesezt; die Sprache bildet sich aus, und die
Talente entwickeln sich. Hieraus erhellet nun,
warum nicht in allen Jahrhunderten gleich viele
große Männer gebohren werden, und warum sie
bey einigen Nationen früher, bey andern später
auftreten. Wir müssen noch die Gründe aufsuchen, =
warum die großen Männer in allen Arten
von Wissenschaften fast alle zu derselbigen Zeit
leben?
§. 152. Wenn ein Genie den Charakter einer
Sprache entdeckt hat: so drückt es ihn lebhaft
aus, und es behält ihn in allen seinen Schriften
bey. Diesen Charakter der Sprache nehmen nun