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§. 134. „Dieses ist die allgemeine Geschichte
der Schrift, wie sie von der Malerey bis zu den
Buchstaben fortgebildet wurde. Denn die Buchstaben =
sind die lezten Schritte, die man noch nach
den sinesischen Zeichen zu thun hatte, die von der
einen Seite an der Natur der ägyptischen Hieroglyphen; ¬
von der andern aber an der Natur der
Buchstaben, Theil nehmen; gerade wie die Hieroglyphen ¬
an den mexikanischen Malereyen und an
den sinesischen Charakteren partizipirten. Diese
Charaktere sind mit unsrer Schrift so nahe verwandt, ¬
daß ein Alphabet blos die Beschwerlichkeit =
ihrer Anzahl vermindert, und ein gedrungener
Auszug aus denselben ist."
§. 135. Aller Vortheile der Buchstaben ohngeachtet, =
behielten die Aegyptier noch lange nachher, ¬
da sie die Buchstaben schon erfunden hatten,
den Gebrauch der Hieroglyphen bey. Denn alle
Weisheit dieses Volks war in dieser Art von Schrift
verfaßt. Die Hochachtung für die Bücher gieng
auch auf die Charaktere über, deren Gebrauch die
Gelehrten fortpflanzten. Diejenigen aber, die keine
Wissenschaften hatten, hatten eben nicht Lust sich
fernerhin dieser Schrift zu bedienen. Das Ansehn
der Gelehrten vermochte nur so viel über sie, daß
ihnen Hochachtung für diese Charaktere, als für
Dinge eingeflößt wurde, die zur Verschönerung
der öffentlichen Monumente, bey welchen man
sie immerfort gebrauchte, sehr täuglich seyen.
Vielleicht sahen es auch die ägyptischen Priester
gern, daß sie mit nach und nach die einzigen wurden, ¬
die den Schlüssel zu einer Schrift in Hän=