Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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men,  wenn  der  Kasus,  oder  ein  Verbum  bey  einem ¬
  Imperativus  steht,  und  wenn  er  einen  Befehl ¬
  anzeigt;  man  sagt:  faites-le.  Dieser  Gebrauch ¬
  hat  nur  deswegen  eingeführt  werden  können, ¬
  damit  man  den  Imperativ  desto  besser  vom
Präsens  möge  unterscheiden  können.  Bedeutet
hingegen  der  Imperativ  ein  Verbot:  so  tritt  das
Pronomen  wiederum  in  seine  natürliche  Stelle
zurück.  Man  sagt,  ne  le  faites  pas.  Der  Grund
davon  scheint  mir  sehr  leicht  zu  seyn.  Das  Verbum ¬
  bezeichnet  den  Zustand  einer  Sache,  und  die
Negation  die  Beraubung  dieses  Zustandes.  Es
ist  also  natürlich,  daß  man  sie,  um  mehrerer  Deutlichkeit ¬
  willen,  vom  Verbum  nicht  absondert.  Das
pas  aber  ist  das  Wort,  welches  die  Verneinung
voll  macht;  und  es  ist  folglich  nothwendiger,  daß
Es
es  nahe  beym  Verbum  stehe,  als  das  ne.
kömmt  mir  auch  vor,  daß  diese  Partikel  nie  von
ihrem  Verbum  getrennt  seyn  will.  Jch  weiß  nicht,  ob
die  Grammatiker  diese  Bemerkung  gemacht  haben.
§.  109.  Nicht  immer  hat  man  die  Natur  der
Wörter  zu  Rath  gezogen,  wie  man  sie  in  verschieEben =
  desdene =
  Klassen  hat  abtheilen  wollen.
wegen  hat  man  Wörter  unter  die  Pronomina  gesezt, =
  die  keine  Pronomina  sind.  Wenn  man  z.  B.
sagt:  Voulez-vous  me  donner  cela?  so  zeigen
Vous,  Me,  Cela  die  Person  an,  mit  welcher  man
redet,  die  Person,  die  redet,  und  die  Sache  die
man  verlangt.  Dieses  sind  demnach  eigentliche
Nomina,  die  lang  vor  den  Pronominibus  bekannt
waren,  und  die  in  der  Ordnung  der  übrigen  Nennwörter ¬
  in  der  Rede  hingestellt  wurden;  vor  das
            
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