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In so fern wir, bey der Reslerion über diese Seysationen, ¬
sie als etwas betrachten, was uns zugehört, ¬
was uns eigen ist, in sofern haben wir sehr
klare Ideen davon. Wenn wir sie aber, so zu sagen, ¬
von unserm Wesen abreissen, und die Gegenstände ¬
damit bereichern wollen: so nehmen wir eine
Operation vor, von welcher wir keine Idee mehr
haben. Wir können sie den Objekten aus keinem
andern Grund beilegen, als weil wir in ihnen etwas ¬
annehmen müssen, was diese Sensationen veranlaßt, ¬
und weil uns von der andern Seite diese
Ursache ganz unbekannt ist.
§. 13. Umsonst nimmt man zu dunkeln und zu
konfusen Ideen oder Sensationen seine Zuflucht.
Weltweisen müssten eine solche Sprache gar nicht reden, ¬
da sie ohnehin ihre Ausdrücke nie zu genau
bestimmen können. Wenn man ein Gemälde findet, ¬
welches seinem Urbild auf eine dunkle oder
konfuse Weise ähnlich ist, und nun diesen Gedanken ¬
gehörig entwickelt: so findet man, daß er so
viel sagt, das Gemälde ist dem Original in einigen
Stücken ähnlich, in andern nicht. So verhält sich
die Sache mit allen unsern Perzeptionen. Das,
was sie enthalten, ist klar und deutlich; Das Dunkle =
und Undeutliche, was man in ihnen finden will,
kömmt ihnen auf keine Weise zu. Man kan von
ihnen nicht sagen, was sich von einem Portrait sagen =
läßt, daß sie nur zum Theil ähnlich sind. Eine =
jede Perzeption ist so einfach, daß alles, was
mit ihnen ein gewisses Verhältniß der Aehnlichkeit
hätte, ihnen im Ganzen gleich seyn müßte. Ich
erinnere also, daß die Redensart klare und deutliche