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nen hat man einer ganz andern Ordnung gefolgt.
Da diese Notionen weiter nichts, als Sammlungen =
mehrerer einfacher Ideen sind, die wir, nach
unserm Belieben versammlet haben: so ist es offenbar, =
daß wir sie nicht eher haben bilden können, =
als nachdem wir schon, mittelst eigner Namen, ¬
eine jede von den einfachen Ideen bestimmt
hatten, die wir in diese Notionen hineinbringen wollten. =
Man hat z. B. den Namen Herzhaftigkeit
der Notion, die er bezeichnet, nicht eher geben
können, als bis die Jdeen von Gefahr, von Bekanntschaft =
mit der Gefahr, von der Pflicht sich
der Gefahr auszusezen, und vom Entschluß diese
Pflicht zu erfüllen, durch andre Namen schon
fixirt waren
§. 107. Die Pronomina waren die lezten Wör |
ter, die man erfand, weil sie die lezten Wörter
waren, deren Nothwendigkeit man wahrnahm. Es
ist sogar wahrscheinlich, daß es lange anstund
bis man sich an sie gewöhnen konnte. Der Verstand =
war gewohnt jedesmal dieselbige Idee bey
demselbigen Wort aufzuwecken, und er hatte
Mühe sich an einen Namen zu gewöhnen, der die
Stelle eines andern, oder auch oft einer ganzen
Phrase vertrat.
§. 108. Um diese Schwierigkeiten zu vermindern, =
stellte man in der Rede die Pronomina vor
die Verba. Denn da sie nun dadurch den Nominibus =
näher waren, deren Stelle sie vertraten:
so wurden auch ihre Beziehungen deutlicher. Die
französische Sprache selbst hat sich eine Regel daraus =
gemacht; nur der einzige Fall ist ausgenom¬