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bald überzeugen können, daß es doch keine Ausnahme ¬
macht.
Die Bedürfnisse waren es, die den Menschen
die ersten Gelegenheiten zur Bemerkung dessen, was
in ihnen selbst vorgieng und zur Bezeichnung desselben =
durch Aktion, Gelegenheit gaben. Diese
Beobachtungen fanden daher nur in Beziehung
auf diese Bedürfnisse statt, und man unterschied
nicht mehrere Dinge von einander, außer in so
fern die Dinge selbst einen dazu nöthigten. Nun
aber gingen die Bedürfnisse einzig und allein auf
den Körper. Daher bedeuteten die ersten Namen,
die man dem, was wir zu empfinden vermögen,
gab, bloß sinnliche Verrichtungen. In der Folge
machten sich die Menschen immer mehr und mehr
mit den abgezogenen Ausdrücken bekannt; sie sezten
sich in den Stand die Seele vom Körper zu unterscheiden, =
und die Operationen dieser beyden Substanzen =
einzeln für sich zu betrachten. Nunmehr
bemerkten sie, wenn man z. B. sagte, ich sehe, nicht
blos die Aktion des Körpers; sondern auch insbebeschaffen? =
Waren sie kalt oder warm, hart oder
weich, wenn wir sie etwa durchs Gefühl erhielten?
Läßt sich auf diese Fragen nichts vernünftiges antworten: ¬
so muß man zugestehn, daß die geistigen
Jdeen, dergleichen die Begriffe von Wesen und Gedanken =
sind, ihre Entstehung auf keine Weise den
Sinnen zu verdanken haben; sondern daß unsre
Seele das Vermögen hat, sie selbst zu bilden.
S. L'Art de penser. Dieser Einwurf ist aus den Konfeßionen =
des H. Augustins genommen. Ehe Locke
schrieb, konnte er vielleicht manchen verführen. Jezt
aber hat es gar nichts auf sich.