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der Ausdruck Geist, (Esprit) kömmt von der
Idee einer sehr feinen Materie, eines Dunstes,
eines Hauches, der dem Auge unsichtbar ist; eine
Idee, die sich viele Weltweisen so sehr geläufig gemacht ¬
haben, daß sie sich vorstellen, eine aus
einer unzehlbaren Anzahl von Theilen zusammenJch ¬
gesezte Substanz sey des Denkens fähig.
habe diesen Irrthum schon oben (Theil I. Abschnitt ¬
1. Kap. 1.) widerlegt.
Man sieht deutlich ein, wie diese Namen bey
ihrer ersten Entstehung gebildet wurden. Man
könnte unter den abstraktesten Ausdrücken einige
Beyspiele antreffen, bey welchen diese Wahrheit
nicht so klar einleuchten könnte. Dahin gehört
das Wort Gedanke *). Man wird sich indessen
Notionen derer errathen, die die Sprache zuerst redeten. ¬
Wir konnen ferner errathen, von welcher
Seite sie ihrem Verstand dargestellt wurden, und wie
die Natur den Menschen, den Ursprung und das
Prinzipium aller ihrer Kenntnisse, mittelst der Namen ¬
selbst zuführte, die sie den Dingen gaben.e
*) Dieses ist, meiner Meynung nach, das schwerste Beyspiel, =
welches man wehlen kann. Es läßt sich aus einer
Schwierigkeit davon urtheilen, wodurch die Cartesianer
diejenigen auf Ungereimtheiten hinauszuführen geglaubt ¬
haben, die den Ursprung aller unsrer Kenntnisse
auf die Sinne hinausleiten. Sie fragen: „durch welchen ¬
Sinn sollten wohl die ganz geistigen Ideen, z.
B. die Idee, vom Gedanke, und vom Wesen, in
den Verstand hineingekommen seyn? Sollten sie
wohl, wenn sie durchs Gehör hineintraten, mittelst
eines tiefen oder hohen Tons hineingetreten seyn? Geschah =
es durch den Geruch; war dieser Geruch angenehm,
oder widrig? Oder durch den Geschmack; wie war dieser