Man muß ohne Zweifel in den Körpern
Beschaffenheiten ¬
annehmen, die die Impressionen verursachen, ¬
die sie auf unsre Sinne machen.
Nur
das ist die Schwierigkeit; man will wissen, ob diese ¬
Qualitäten auch dem, was wir empfinden, ähnlich ¬
sind. Der Umstand macht uns unstreitig dabey ¬
irre, daß wir — indem wir die Idee von der
Ausdehnung in uns apperzipiren, und eben keinen
Grund sehen, warum wir nicht etwas ähnliches in
den Körper annehmen könnten, — nun uns auch
gleich einbilden, daß auch den Perzeptionen der Farbe, ¬
der Gerüche u. s. w. etwas ähnliches in den
Körpern entsprechen müsse. Das ist ein voreiliger
Schluß, der blos auf dieser Vergleichung beruht,
und wovon man im Grund wirklich keine Idee
hat.
Der von allen seinen Schwierigkeiten entblößte,
und von der hellesten Seite betrachtete Begriff von
der Ausdehnung ist weiter nichts, als die Idee
mehrerer Dinge, die uns ausser einander zu existiren
scheinen *). Das ist der Grund, warum wir, wenn
wir ausser uns etwas dieser Idee ähnliches annehmen, ¬
uns dasselbe allemal ehen so klar vorstellen, als
wenn wir es blos in der Idee betrachteten. Ganz
anders verhält es sich mit den Farben, Gerüchen rc.
*) Auch vereinigt müssen sie uns scheinen, sezen die
Leibnizianer hinzu. Der Zusaz aber ist unnüz, wenn
von der abstrakten Ausdehnung die Rede ist. Wir
können uns abgesonderte Wesen gar nicht vorstellen,
ausser in sofern wir andre Wesen voraussezen, die jene ¬
trennen; Die Totalität schließt die Jdee der Vereinigung =
ein.