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hingestellt hatte, wovon die lateinische Sprache ein
Beyspiel ist; so wies man ihm in der französischen
Sprache die bestimmte Stelle nach dem Nomen
an, welches es regiert, und vor das Nomen, welches ¬
es zum Regimen hat.
§. 98. Dieses Wort war kein Zeichen von
irgend einer Beschaffenheit, und es würde gar
nicht in die Zahl der Verben haben gestellt werden
können, wenn man nicht seinetwegen die Notion
des Verbums erweitert hätte, wie man schon bey
den Adjektiven gethan hatte. Dieses Nomen wurde
also nun blos als ein Wort betrachtet, welches
ein Bejahen mit Unterscheidung der Personen, des
Numerus, Tempus und Modus bedeutet. Und
seit der Zeit war das Verbum seyn eigentlich allein.
Die Grammatiker, die dem Fortgang dieser Veränderungen =
nicht nachgiengen, hatten viele Mühe,
bis sie sich über die Idee vereinigten, die man sich
von dieser Art von Wörtern zu machen hat *).
§. 99. Die Deklinationen der Lateiner müssen ¬
auf eben die Art erklärt werden, wie ihre Konjugationen. =
Jhr Ursprung kann von der Entstehungsart =
der leztern nicht verschieden seyn. Man
erfand, zum Ausdrück des Numerus, des Kasus =
und des Genus, Wörter, die man hinter die
Nomina stellte, wodurch die Endigung derselben
verändert wurde. Man kann hiebey bemerken,
daß die französischen Deklinationen zum Theil
*) Von keinem Theil der Rede, sagt der Abbe
Regnier, haben wir so viele Definitionen, als wir
von den Verben haben. Grammaire Franc. p. 325.