Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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das  angezeigte  Objekt  richtete,  erleichterte  das  Verständniß ¬
  der  Handlung.  Mich  deucht's,  noch
heute  würde  dieses  die  natürlichste  Art  seyn,  wi  |  |
man  sich  dieser  Sprache  bedienen  könnte.
Da  das  Verbum  auf  sein  Regimen  folgte:  so
konnte  das  regierende  Wort,  d.  i.  der  Nominativ,
nicht  zwischen  beyde  gestellt  werden;  weil  er  sonst
die  Beziehung  derselben  würde  verdunkelt  haben.
Auch  konnte  er  nicht  den  Anfang  der  Phrase  ausmachen; =
  weil  sonst  seine  Beziehung  zum  Regimen
nicht  deutlich  genug  würde  eingeleuchtet  haben.
Auf
Man  stellte  ihn  also  hinter  das  Verbum.
solche  Weise  wurden  die  Wörter  in  eben  der  Ordnung ¬
  konstruirt,  in  welcher  sie  einander  regierten.
Dies  war  das  einzige  Mittel,  wodurch  ihre  Faßlichkeit =
  erleichtert  werden  konnte.  Man  sagte  also:
Frucht  wollen  Petrus,  statt,  Petrus  will  Frucht;
und  jene  erste  Konstruktion  war  eben  so  natürlich,
wie  die  zwote  noch  ist.  Das  erhellet  aus  der  lateinischen =
  Sprache,  in  welcher  beyde  KonstruktioEs =
  scheint,  als  wenn  diese
nen  gültig  sind.
Sprache  das  Mittel  zwischen  den  ältesten  und  den
neuesten  Sprachen  halte,  und  daß  sie  am  Charakter
beyder  Theil  nimmt.
§.  85.  Die  Verba  drückten,  bey  ihrer  Entstehung, =
  den  Zustand  der  Dinge  nur  auf  eine  ganz
unbestimmte  Art  aus.  Das  thun  die  Jnfinitiven;
Gehn,  Handeln.  Die  Handlung,  mit  der  man
sie  begleitete,  ersezte  das  übrige,  d.  h.  die  Tempora, =
  Modos,  Numeros  und  Personen.  Wenn
man  sagte;  Baum  sehn:  so  gab  man  mittelst
eines  Gestus  zu  verstehn,  ob  man  von  sich,  oder
            
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