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ihre Verehrung der Geseze, der Religion und großer
Menschen, die sie in ihren Gesängen rühmte, auf
die Musik, die die Tradition dieser Dinge erhielt.
§. 73. Wie die Prosodie und der Stil einfacher ¬
wurde, entfernte sich die Prose immer mehr
und mehr von der Poesie. Auf der andern Seite
hingegen that der Verstand Fortschritte, und die
Poesie erschien mit neuen Bildern. Dadurch wich
sie von der gewöhnlichen Sprache ab; sie wurde der
Fassung des Volks weniger angemessen, und zum
Unterricht weniger geschickt.
Noch mehr, die Fakta, die Geseze und alles,
was die Menschen wissen mußten, vervielfältigten
sich so sehr, daß das Gedächtniß für eine solche
Last zu schwach wurde. Die Gesellschaften vergrößerten =
sich zu einem so hohen Grad, daß die
Bekanntmachung derselben nur äusserst schwer an
alle Bürger gelangen konnte. Man mußte also,
um das Volk zu unterrichten, zu einem neuen
Mittel seine Zuflucht nehmen. Nun erfand man
die Schrift. Ich werde im dreyzehenten Kapitel
dieses Abschnitts die Fortbildung derselben untersuchen. ¬
Bey der Entstehung dieser Kunst fingen Poesie
und Musik an, ihren Gegenstand zu verändern.
Sie theilten sich unter das Nüzliche und unter das
Angenehme, und sie beschränkten sich zulezt fast
ganz auf Dinge, die blos auf das Angenehme
giengen. Je weniger sie dadurch nothwendig
wurden, desto mehr suchten sie die Gelegenheiten,
um nur mehr zu gefallen, und beyde thaten beträchtliche =
Fortschritte.