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Menschen und der Dienste, die sie der Gesellschaft
geleistet hatten, dienten. Nichts war dazu taug
licher, als Poesie und Musik, oder besser, dies
war das einzige Mittel, dessen man sich bedienen
konnte, weil die Schrift noch nicht erfunden war.
Alle Monumente des Alterthums beweisen es, daß
diese Künste, bey ihrer Entstehung, zum Unterricht =
der Völker bestimmt wurden. Die Gallier
und die Germanier gebrauchten sie zur Erhaltung
ihrer Geschichte und ihrer Geseze; und bey den
Aegyptiern und den Hebräern machten sie gewisser
Maaßen einen Theil der Religion aus. Eben
deswegen machten die Alten in ihrer Erziehungskunst ¬
das Studium der Musik zum Hauptobjekt;
wenn man nämlich diesen Ausdruck in der weitläuftigen ¬
Bedeutung nimmt, die sie ihm geben.
Die Römer hielten dafür, die Musik sey jedem
Alter nothwendig; denn sie fanden, sie lehre gerade ¬
das; was die Kinder lernen, so wie auch
das, was erwachsene Menschen wissen müssen. Den
Griechen schien die Unbekanntschaft mit der Musik
so schimpflich, daß ein Musiker und ein Gelehrter
bey ihnen einerley Ding war, und daß sie in ihrer
Sprache einen Ignoranten mit dem Namen eines
Menschen bezeichneten, der keine Musik versteht.
Diese Nation glaubte nicht, daß diese Kunst von
Menschen erfunden; sondern sie stellte sich vor, sie
habe ihre Instrumente von den Göttern erhalten,
wodurch sie eben noch mehr in Erstaunen gesezt
wurde. Da sie eine stärkere Einbildungskraft
hatte, als wir: so war sie gegen Harmonie auch
ungleich empfindlicher, als wir. Sie übertrug