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malt, würde zu schwach gewesen seyn, um unmittelbar ¬
auf die handelnde Sprache zu folgen. Diese
Sprache war der Roheit des Verstandes so proportionirt, ¬
daß die artikulirten Töne sie nicht ersezen ¬
konnten, wofern man nicht die Ausdrücke
auf einander häufte. Selbst der kleine Vorrath
von Wörtern einer Sprache gestattete es nicht,
daß man anders hätte reden können. Da diese
Sprachen selten den eigentlichen Ausdruck an die
Hand geben: so konnte man das Errathen eines
Gedankens nicht anders, als durch die Wieder
holung der Ideen, möglich machen, die jenem
Gedanken am ähnlichsten waren. Dies ist der
Ursprung des Pleonasmus, eines Fehlers, den
man vorzüglich in den alten Sprachen bemerken
muß. Im Hebräischen sind auch die Beyspiele
davon wirklich sehr häufig. Nur sehr allmälig
gewöhnte man sich, Ideen an ein einziges Wort zu
knüpfen, die vorher nur mittelst sehr zusammengesezter ¬
Bewegungen ausgedruckt wurden; und
man vermied weitschweifige Expreßionen nicht eher,
als da die Sprachen reicher wurden, und Ausdrücke
an die Hand gaben, die zum Ausdruck aller Ideen,
deren man benöthiget war, dienten. Die nordischen ¬
Vöiker überkamen die Präzision der Schreibart
am frühesten. Wegen ihres kalten und pflegmatischen =
Temperaments ließen sie sehr leicht alles
fahren, was der handelnden Sprache zuwider war.
Uebrigens erhielten sich die Einflüsse dieser Art von
Mittheilung seiner Gedanken lange. Noch heut
zu Tage wird der Pleonasmus im südlichen Asien
für eine Schönheit der Rede gehalten.