Objekt : Fuchs, Jochen: ¬Die bundesdeutschen UNESCO-Projektschulen und ihre internationalen Kontakte und Aktivitäten

Zusammenfassung
Die  UNESCO-Projekt-Schulen  haben  insgesamt  eine  breite  Palette  internationaler  Kontakte
  aufzuweisen.  Im  Vergleich  zur  Situation  zu  Beginn  der  achtziger  Jahre  hat  der
Umfang  internationaler  Kontakte  was  sowohl  Schulpartnerschaften  wie  auch  Schüleraustausch
  anbelangt,  erheblich  zugenommen.  Ferner  fand  eine  Diversifizierung  im
Hinblick  auf  die  Partnerländer  statt.  Diese  Entwicklung  ist  sicherlich  nicht  allein  darauf
zurückzuführen,  daß  die  meisten  Schulen  erst  während  der  achtziger  Jahre  den  Status
einer  UNESCO-Projekt-Schule  erworben  haben,  da  sie  dem  allgemeinen  Trend  entspricht.
  Dennoch  hat  die  Aufnahme  in  den  Kreis  der  UNESCO-Projekt-Schulen  die  Art
und  Ausgestaltung  des  Kontakts  im  einzelnen  nicht  unwesentlich  geprägt.  Dies  wird
weniger  durch  Diversifizierung  und  Steigerung  der  internationalen  Kontakte  deutlich,
da  dies  an  den  Normalschulen'  ebenfalls  festgestellt  werden  kann,  als  an  den  spezifischen
  Unterschieden  zu  eben  diesen.  Zu  diesen  Unterschieden  zählen  zum  einen,  daßobwohl
  auch  unter  den  UNESCO-Projekt-Schulen  Gymnasien  überrepräsentiert  sind  -
die  internationalen  Kontakte  sich  in  geringerem  Maße  auf  diese  Schulform  konzentrieren
  als  dies  im  Schnitt  in  der  BRD  der  Fall  ist.  Auffallend  ist  auch  der  hohe  Gesamtschulanteil
  unter  den  UNESCO-Projekt-Schulen,  deren  Kontakte  eine  ähnlich  hohe  Intensität
  haben  wie  bei  Gymnasien.  Obwohl  auch  unter  den  UNESCO-Projekt-Schulen
die  Grund-,  Haupt-,  Sonder-  und  beruflichen  Schulen  unterrepräsentiert  sind,  so  sind  sie
doch  bei  den  internationalen  Kontakten  in  weit  größerem  Umfang  einbezogen  als  dies
bei  ihren  'normalen  Pendants  in  der  Regel  zu  konstatieren  ist.
Ein  weiterer  Unterschied  zu  den  normalen'  Schulen  liegt  im  hohen  Grad  der  Diversifizierung
  der  Kontakte,  die  man  erreicht  hat  und  dem  relativ  frühen  Zeitpunkt,  zu  welchem
  man  eine  entsprechende  Partnerschaftspolitik  schon  betrieben  hat.  Was  Partnerschaften
  mit  Schulen  in  Trikontländern  betrifft,  so  kann  allerdings  der  aktuell  erreichte
Stand  trotz  seines  vergleichsweise  hohen  Niveaus  angesichts  des  Anspruchs  des
UNESCO-Schulprojekts  noch  nicht  als  ausreichend  bezeichnet  werden,  da  die  Europazentriertheit
  noch  bei  weitem  nicht  als  überwunden  bezeichnet  werden  kann.  Diese
Feststellung  gilt  in  verstärktem  Maße  für  den  Schüleraustausch,  obwohl  man  sich  hier
bei  den  UNESCO-Projekt-Schulen  weit  erfolgreicher  als  bei  anderen  Schulen  darum
bemüht,  das  Prinzip  der  Gegenseitigkeit  nicht  in  Vergessenheit  geraten  zu  lassen.
            
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