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gleichen könnte. Der Abbe du Bos sagt: „Es
läßt sich leicht einsehn, daß sie weiter nichts waren, ¬
als die Gestus und Demonstrationen, womit ¬
die Personen der Chöre ihre Empfindungen
ausdrückten; sie mochten nun reden, oder sie mochten ¬
nur durch ein stummes Spiel zu erkennen geben,
wie sehr sie bey der Begebenheit gerührt seyen; für
welche sie sich interessiren mußten. Wegen dieser Deklamation =
mußten die Chöre oft auf der Scene umhergehn. ¬
Da aber die gleichzeitigen Stellungen mehrerer =
Personen nicht gut vorgehn können wofern man
sie nicht vorher verabredet hat, wenn sie nämlich nicht
ein verworrenes Zeug ausmachen sollen: so hatten
die Alten den Schritten der Chöre gewisse Regeln
Auf so ungeheuren Schaubühvorgeschrieben." =
nen, als die Theater der Alten waren, konnten
durch diese Stellungen sehr schicklich gewisse Gemälde =
vorgestellt werden, wodurch die Empfindungen, =
von welchen der Chor durchdrungen war,
sehr gut ausgedruckt werden konten.
§. 55. Die Kunst, die Deklamation zu notiren,
und sie mit einem Jnstrument zu akkompagniren war
zu Rom in den frühesten Zeiten der Republik bekannt. =
Anfänglich war die Deklamation zwar
sehr simpel; allein sie erhielt in der Folge, durch
die Bekanntschaft der Römer mit den Griechen,
Veränderungen. Die Römer konnten den Reizen
der Harmonie und des Nachdrucks der Sprache
dieses Volks nicht widerstehn. Diese feine Nation ¬
wurde die Schule, in welcher sich der Geschmack ¬
für die Künste und Wissenschaften bildete,
und die lateinische Sprache beugte sich nach demKein Volltext zu diesem Bild verfügbar.
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