1. Capitel. Von den Obligationen überhaupt.
§. 239. 240.
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Burckhard in d. krit. Vjschr. XXIII. S. 56.) Bruns Kl. Schrift. II. S. 484 fg.
Gardeike Verträge unter Abwesenden S. 103 fg.
[2a Vgl. Zitelmann a. a. O. S. 581 fg. Note 575.
3 Ueber die Frage, ob es in den Fällen dieses §. auf die Entschuldbarkeit des
Irrthums ankomme, vgl. Savigny S. 263. 264. „Die unabsichtliche Erklärung ohne
Willen beruht darauf, daß der Handelnde ein gültiges Rechtsgeschäft einzugehen glaubt,
in der That aber dasjenige, was zu einem solchen nöthig wäre, nicht will... Es folgt
daraus, daß hier der Irrende frei von jeder Verbindlichkeit bleibt, ohne Unterschied, ob
er diesen Irrthum leicht vermeiden konnte oder nicht“. Vgl. Windscheid Pand. I.
§. 76. A. 1..3. Seuffert's Arch. VII. 19. IX. 141. Eine andere Frage ist es
ob nicht ein Verschulden in dieser Beziehung die Verbindlichkeit zum Ersatz des Schadens
begründe, welcher dem Andern durch das nichtige Geschäft verursacht wird? Vgl. oben
§. 231. A. 2. e. f. [Wächter Pand. II. S. 374.]
§. 240.
d) Bestärkung der Verträge.
Ein Vertrag kann eine besondre Bestärkung erhalten:
1) durch Eid (§. 115.). Nach römischem Rechte zwar gibt dieser
dem Vertrage keine größere juristische Kraft, als er ohnehin schon hätte"
nur daß der Eid eines Mündigen die Ausschließung der Restitution wegen
Minderjährigkeit begründen kann'. Aber eine Verordnung von Friedrich I.
schließt die Anfechtung selbst an sich nichtiger Veräußerungsgeschäfte im
Fall eidlicher Bekräftigung aus', und nach den Grundsätzen des canonischen ¬
Rechts werden überhaupt Rechtsgeschäfte, welche, nicht von an
sich verwerflichem oder rechtswidrigem Inhalt", nur nach einer positiven
Rechtsvorschrift ungültig wären, als wirksam angesehen", wenn sie von
demjenigen, zu dessen Vortheil deren Ungültigkeit gereicht, durch gültigen
Eid bekräftigt sind?
2) durch Arrha (Handgeld, Daraufgabe), worunter dasjenige verstanden ¬
wird, was als Zeichen eines abgeschlossenen oder abzuschließenden
Vertrags gegeben wird. In der Regel hat sie die erste Bedeutung", ist
eine sog. arrha confirmatoria. Dann ist das Gegebene zurückzugeben,
sowohl wenn der Vertrag zur Vollziehung kommt“, als wenn er wieder
rückgängig wird“, es sei denn ein anderes, ausdrücklich oder stillschweigend’, ¬
verabredet'. Ist sie in Beziehung auf einen erst abzu*L. ¬
7. §. 16. D. de pactis. 2. 14. L. 5. §. 2 (1). Cod. de legib. 1. 14. Nov. 51. praef. Nov. 82.
cap. 11. cf. a) L. 41, Cod. de transact. 2. 4. 8) L. 7. pr. §. 1. 2. D. de op. lib. 38. 1. L. 36.
D. de manumiss. test. 40. 4. b L. 1. Cod. si adv. vend. 2. 27 (28). (§. 119. not. i.). c Auth.
sacramenta puberum ad L. 1. Cod. l. c. à cap. 1. 6. 8. 18. 20. 33. X. de iureiur. 2. 24. cap. 58.
de reg. iur. in 6to. 5. 12.
cap. 8. 9. 15. 28. X. l. c. 2. 24. cap. 2. de iureiur. in 6to. 2. 11.
cap. 2. de pactis. in 6t0. 1. 18. f pr. J. de emt. vend. 3. 23. L. 35. pr. D. de contrah. emt.
10. 7. 8 L. 11. §. 6. D. de act. emti. 19. 1. L. 5. §. 15. D. de instit. act. 14. 3. h L. 11. §. 6.
cit. L. 2. Cod. quando liceat ab emt. recedere. 4. 45i L. 6. pr. L. 8. D. de lege commiss.
18. J. L. 1. Cod. de pacl. int. emt. et vend. 4. 54.