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tönenden Körper, wovon sie Theile sind. Das
Ohr bestätigt dieses Räsonnement. Denn es empfindet =
die Beziehung der Töne ut, mi, sol, ut,
leichter, als das Verhältniß der Tone ut, re, mi,
fa. Folglich sind es die harmonischen Intervallen, ¬
die man zuerst bemerkt hat.
Auch hier giebt es Fortschritte, worauf man
merken muß. Denn da die harmonischen Töne
Intervallen machen, die leichter oder schwerer
anzustimmen sind; und da sie mehr oder weniger
bemerkbare Beziehungen haben: so läßt sich natürlicher ¬
Weise nicht erwarten, daß die einen wie
die andern sogleich sollten gefaßt und wahrgenommen =
worden seyn. Wahrscheinlich ist es also, daß
man diese Progreßion ut, m1, sol, ut nur erst nach
vielen Erfahrungen erfand. Wie man aber diese
einmal gefunden hatte: so machte man nach demselbigen =
Modell auch andre, z. B. sol, si, re, sol.
Was die diatonische Ordnung betrift: so wurde
diese nur mit nach und nach, und nach vielem Herumsuchen =
entdeckt. Denn man hat ihre Entstehungsart =
erst in unsern Zeiten gezeigt *).
§. 45. Die ersten Fortschritte dieser Kunst waren =
demnach die Frucht einer langen Erfahrung.
Man hat die Grundsäze derselben vervielfältiget,
weil man die wahren Prinzipien nicht kannte.
Herr Rameau war der erste, der den Ursprung
aller Harmonie in der Resonnanz tönender Körper
fand, und der die Theorie dieser Kunst auf ein
einziges Prinziptum zurückführte. Die Griechen,
*) La Generation harmonique de Mr. Rameau.