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den Gebrauch der Masken ein, und zwar ursprünglich ¬
vielleicht deswegen, damit man einige
Fehler oder einige Gesichtsgeberden verheelen möge; ¬
in der Folge hingegen bediente man sich derselben, =
um die Stärke der Stimme zu vermehren, und
um einer jeden Person die Physiognomie zu geben die
ihr Charakter zu erfordern schien. Die Masken
leisteten auf solche Weise große Vortheile. Die
einzige Unbequemlichkeit dabey war, daß sie den
Ausdruck der Minen verhinderten. Allein es litte
nur ein sehr kleiner Theil der Zuschauer darunter,
und man sollte eigentlich darauf nicht Acht geben.
Heut zu Tage ist die Aktion weit simpler geworden, ¬
und der Schauspieler kann sich auf eine
solche Weite nicht verständlich machen. Die Gestus ¬
sind übrigens auch nicht mehr so verschieden =
und so charakteristisch. Ein guter Schauspieler
bemühet sich heut zu Tage die Empfindungen seiner
Seele, mittelst des Gesichts und seiner Augen auszudrücken. ¬
Man muß ihn folglich in der Nähe
und unmaskirt sehn. Unsre Schauspielsäle sind
auch ungleich kleiner und dabey ungleich besser erleuchtet, =
als die Theater der Alten. Auf solche
Weise hat die Prosodie dadurch, daß sie einen
neuen Charakter annahm, sogar in solchen Dingen
Veränderungen verursacht, die beym ersten Anblick
gar keine Beziehung zu derselben zu haben scheinen.
§. 40. Aus der Verschiedenheit unter unsrer
Art zu deklamiren und unter der Deklamation der
Alten läßt sich schließen, daß es heut zu Tage ungleich ¬
schwerer seyn muß, in dieser Kunst groß zu