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war, daß eine größere Anzahl von Gedanken in
derselben ausgedrückt werden konnten.
§. 35. Die Pantomime würde unter Völkern,
die so beschaffen sind, wie wir, nie haben entstehn
können. Von der wenig bemerkbaren Aktion, womit =
wir unsre Reden begleiten, ist bis zu den lebendigen, ¬
abwechselnden und ausgezeichneten Bewegungen =
dieser Schauspieler ein zu weiter Abstand.
Bey den Römern machten diese Bewegungen einen
Theil der Sprache, und vorzüglich derjenigen
Sprache aus, die auf den Theatern gewöhnlich
war. Man hatte drey verschiedene Sammlungen
von Gestus gemacht. Die eine gehörte für die
Tragödie; die zwote fürs Lustspiel, und die dritte
für gewisse dramatische Stücke, die man Satyren
nannte. Hieraus haben Pylades und Bathill,
die ersten Pantomimisten, die Rom gehabt hat, die
Gestus ihrer Kunst geschöpft. Wenn sie neue
Gestus erfanden: so bildeten sie sie wahrscheinlich
nach der Analogie derer, die schon jedermann
kannte.
§. 36. Die Entstehung der Pantomime, worauf =
die Schauspieler verfielen, nachdem sie schon
große Fortschritte in ihrer Kunst gethan hatten;
die in Sammlungen zusammengefaßten Gestus, die
zum Trauer, zum Lustspiel und zu den Satyren
bestimmt waren; und die Aehnlichkeit, die eine
sehr ausgezeichnete Gestikulation mit Inftexionen
der Stimme hat, die sich auf eine sehr bemerkbare
Art abändern; dieses alles bestätiget dasjenige von
neuem, was ich von der Deklamation der Alten
gesagt habe. Nimmt man nun noch hinzu, daß