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nicht verstehn, wofern sie ihre Stimme nicht durch
sehr von einander verschiedene Grade beugten.
Wir finden es ja noch an uns, daß je weniger
uns eine Sprache geläufig ist, in welcher ein andrer ¬
mit uns redet, desto mehr müssen wir bey jeder =
Sylbe gleichsam stehn bleiben, und sie auf eine
deutliche Art von einander unterscheiden.
Drittens; Die Menschen, die beym Ursprung der
Sprache zu viele Hindernisse in der Erfindung neuer
Wörter fanden, hatten, für den Ausdruck der innern
Empfindungen der Seele lange keine andre als natürliche =
Zeichen, denen sie den Charakter der willführlichen =
Zeichen gaben. Nun aber machte das
natürliche Geschrey den Gebrauch starker Beugungen =
nothwendig; weil die verschiedenen Empfindungen =
denselbigen, in verschiedene Töne abgeänderten =
Schall, zum Zeichen haben. Ach, z. B.
drückt, nachdem es ausgesprochen wird, Verwunderung, =
Schmerz, Vergnügen, Traurigkeit,
Freude, Furcht, Abscheu und fast alle Empfindungen =
der Seele aus.
Endlich kann ich noch hinzusezen, daß die ersten =
Namen der Thiere wahrscheinlich Nachahmungen =
ihres Geschreyes waren. Diese Bemerkung
geht auch auf die Namen, die den Winden; den
Flüssen, und allen übrigen Gegenständen, die einigen =
Schall erzeugen, beygelegt wurden. Offenbar ¬
sezt diese Nachahmung voraus, daß die
Töne durch sehr merkliche Abfälle auf einander
folgten.
§. 14. Dieser Art der Aussprache könnte man,
in einem uneigentlichen Verstand, den Namen des