Full text : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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Körpers.  Allein  diese  Meinung  ist  eine  Folge  eines
Räsonnements  aus  unbestimmten  Begriffen.
Ich
mögte  diese  Philosophen  wohl  fragen,  was  sie  unter ¬
  einem  Körper  verstehn.  Wollen  sie  bestimmt
antworten:  so  können  sie  nicht  sagen,  daß  er  eine
einzige  Substanz  sey;  sondern  sie  werden  ihn  als  eine =
  Sammlung  von  Substanzen  betrachten.  Gehört
der  Gedanke  dem  Körper  zu:  so  muß  er  ihm  entweder =
  in  so  fern  der  Körper  eine  Sammlung  und
Menge  ist,  zugehören;  oder,  weil  der  Gedanke
selbst  eine  Eigenschaft  von  jeder  Substanz  ist,  woraus ¬
  der  Körper  besteht.  Nun  aber  bedeuten  die
Ausdrücke  Sammlung  und  Menge  weiter  nichts,
als  ein  äusseres  Verhältniß  unter  mehreren  Dingen,
eine  Art,  von  einander  abhängig  zu  existiren.  Wegen ¬
  dieser  Vereinigung  sehn  wir  sie  so  an,  als  wenn
sie  nur  ein  einziges  Ganzes  ausmachten;  wenn  sie
gleich  im  Grund  eben  so  wenig  eins  sind,  als  wenn
sie  von  einander  abgesondert  wären.  Dieses  sind
folglich  abstrakte  Ausdrücke,  die  ausser  uns  nicht  eine ¬
  einzige,  sondern  eine  Vielheit  von  Substanzen
voraussezen;  und  der  Körper  kann  also,  als  Sammlung, ¬
  das  Subjekt  des  Gedankens  auch  nicht  seyn.
Wie  aber,  wenn  man  den  Gedanken  unter  alle
Substanzen  auftheilte,  aus  denen  der  Körper  zusammengesezt ¬
  ist?  —  Antwort:  Das  ist  fürs  erste
nicht  möglich,  wenn  es  eine  einzige  und  untheilbare
Perzeption  ist.  Zweitens  aber  fällt  die  Voraussezung ¬
  auch  in  dem  Fall  weg,  wenn  der  Gedanke  aus
einer  gewissen  Anzahl  von  Perzeptionen  besteht.  Man
nehme  an,  A.  B.  C.  seyen  drey  Substanzen,  wor=
            
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