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er sich noch keinen Grund angeben konnte, litte er
selbst beym Anblick der Leiden dieses Unglücklichen.
Von diesem Augenblick an fühlt er sich gedrungen,
dem Leidenden zu helfen, und er folgt diesem Eindruck, =
so viel nämlich dabey in seiner Gewalt steht.
Diese beyden Menschen baten einander demnach,
durch den bloßen Jnstinkt, um Hülfe, und sie leisteten =
einander, aus bloßem Jnstinkt Hülfe. Jch
sage, aus bloßem Instinkt; denn die Reslexion
konnte noch keinen Theil daran nehmen. Der eine
sagte nicht zu sich selbst: „Ich muß mich so anstellen, ¬
um dem andern meine Bedürfnisse zu erkennen ¬
zu geben, und um ihn zu bewegen, daß er
mir zu Hülfe komme; und der Andre sagte auch
nicht: „Ich sehe an seinen Bewegungen, daß er
dieses oder jenes haben will; ich will ihm dazu
verhelfen;" sondern beyde handelten aus Bedürfniß, =
welches sie drängte.
§. 3. Nicht oft konnten indessen dieselbigen
Umstände wieder kommen, daß diese Menschen sich
nicht endlich gewöhnen sollten, Leidenschaften mit
den Lauten, und mit den verschiedenen Bewegungen =
des Körpers, Perzeptionen zu verbinden, die
durch sie auf eine so deutliche Art ausgedruckt
wurden. Je mehr sie sich mit diesen Zeichen bekannt ¬
machten, desto mehr waren sie im Stand,
sie sich nach ihrem Belieben wieder zurückzurufen.
Sie fiengen an, ihr Gedächtniß einigermaßen zu
üben; sie konnten über ihre Einbildungskraft
eigenmächtig gebieten, und unvermerkt fiengen sie
an, das mit Reflexion zu verrichten, was sie nur