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Erstes Kapitel.
Die Geberdensprache, und die Sprache artikulirter ¬
Töne in ihrem Ursprung betrachtet.
§. 1.
So lang die Kinder, von welchen ich eben geredet =
habe, einzeln und abgesondert lebten, war
die Ausübung ihrer Seelenoperationen auf die
Perzeption und auf das Bewußtseyn eingeschränkt,
welches, so lang man wacht, nie schwindet; ferner =
auf die Aufmerksamkeit, die jedesmal statt
hatte, wenn sie von gewissen Perzeptionen auf eine
lien und Vitruvs, ohne Bedenken, zugeben; daß
nämlich die ersten Menschen eine Zeitlang in den
Hölen und Wäldern, wie das Vieh gelebt, und blos
konfuse und unbestimmte Töne artikulirt haben, bis
sie sich, um einander gegenseitig Hülfe zu leisten, in
Gesellschaften zusammenthaten, und stufenweise zur
Bildung deutlicher Töne mittelst willkührlicher oder
so daß derjenige, der
verabredeter Zeichen gelangten;
sie aussprach die Ideen, die er andern mitzutheilen
Dadurch sind die verwünschte, =
ausdrücken konnte.
schiedenen Sprachen entstanden; denn alle Welt gesteht =
ein, daß die Sprache nicht angebohren ist.e
„Dieser Ursprung der Sprache ist so natürlich, daß
ein Kirchenvater, Gregorius Nissenus, und der
Pater Richard Simon ihn zu beweisen gesucht haben. =
Allein sie hätten sich besser belehren können,
da aus der heiligen Schrift nichts deutlicher erhellet,
als daß die Sprache einen ganz andern Ursprung gehabt. ¬
Diese sagt uns, Gott habe den ersten Menschen =
die Religion gelehrt, und da bleibt nun gar kein
Zweifel übrig, daß er ihn nicht auch zu gleicher Zeit
reden sollte gelehrt haben. (Die Kenntniß der Re=