Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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Zweyter  Theil.
Erster  Abschnitt.
Vom  Ursprung  und  von  der  Fortbildung
der  Sprache.
dam  und  Eva  hatten  die  Ausübung  der  Operationen =
  ihrer  Seele  nicht  der  Erfahrung  zu
verdanken.  Sie  waren,  wie  sie  aus  der  Hand
des  Schöpfers  kamen,  durch  einen  außerordentlichen =
  Beystand,  in  den  Stand  gesezt,  zu  reflektiren, =
  und  einander  ihre  Gedanken  mitzutheilen.
Ich  nehme  aber  an,  es  verirrten  sich,  einige  Zeit
nach  der  großen  Ueberschwemmung  ein  Paar  Kinder, ¬
  das  eine  männlichen,  das  andre  weiblichen
Geschlechts,  in  die  Wüsten,  ehe  sie  noch  den  Gebrauch =
  irgend  eines  Zeichens  kannten.  Ich  bin
durch  das  Faktum,  welches  ich  angeführt  habe,
zu  dieser  Voraussetzung  berechtiget.  Wer  weiß,
ob  nicht  so  gar  irgend  ein  Volk  seinen  Ursprung
einem  solchen  Zufall  zu  verdanken  hat?  Doch  man
erlaube  mir,  daß  ich  dieses  voraussetzen  darf:
Nun  entsteht  die  Frage:  Wie  hat  sich  diese  werdende =
  Nation  eine  Sprache  gebildet?  *)
*)  »  Man  würde,  sagt  H.  Warburton,  (S.  48  seines
Versuchs  über  die  Hieroglyphen;)  wenn  man  blos
nach  der  Natur  der  Sache  und  unabhängig  von  der
Offenbarung,  die  eine  weit  zuverlaßigere  Quelle  ist,
urtheilen  wollte,  die  Meinung  Diodors  von  SiciCondillac, =

            
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