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Retina vereinigen); gewiß ist es, daß die empfindlichen =
Fibern der Retina höchst verschiedentlich
bewegt und erschüttert werden; daß sich diese Erschütterung =
andern noch feinern Theilen im Gehirn ¬
mittheilt, deren Beschaffenheit weit wunderbarer =
seyn muß. Endlich drücken auch die Muskeln,
die zur Richtung der Angen nach den Gegenständen,
die man betrachten will, dienen, den Globus des
Auges zusammen, und durch diesen Druck wird die
Form desselben auch mehr oder weniger verändert.
Das Auge und alle seine Theile müssen sich
nicht blos, mit einer Geschwindigkeit, die sich kaum
gedenken läßt, nach allen diesen Bewegungen, nach
allen diesen Formen, und nach tausend andern
Veränderungen, die wir nicht kennen, richten;
sondern alle diese Revolutionen müssen auch in
einer vollkommenen Harmonie vorgehn, damit
alles zur Erzeugung desselbigen Effekts mitwirken
möge. Wäre z. B. die Hornhaut in Rücksicht
auf die Lage und Form der übrigen Theile des
Auges zu sehr, oder zu wenig konvex: so würden
uns alle Gegenstände konfus und verdreht erscheinen, =
und wir würden nicht unterscheiden können,
ob dasjenige, was unsre Hände als aufwärts, oder
als unterwärts gestellt fühlten, auch wirklich aufwärts =
oder unterwärts stehe? Man kann sich davon
überzeugen, wenn man eine Brille nimmt, deren
Form mit der Form des Auges nicht zusammenstimt.
Wenn sich nun die verschiedenen Theile des
Auges, um sich nach der Wirkung des Lichts zu
*)Oder auf der Choroide; denn man weiß nicht genau,
ob die Impreßion des Lichts mittelst der Fibern der
Retina oder der Choroide der Seele überliefert wird.