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dieselbigen Ideen wieder erkennen wird, die er sich
durch das Gefühl davon gemacht hatte.
Man könnte ihn indessen zwingen, daß er sein
Urtheil aufschieben müsse, wenn man ihm Folgendes =
vorhielte. Dieser Körper, müßte man zu ihm
sagen, scheint Jhnen, beym Anblick desselben, eine
Kugel, und jener ein Würfel zu seyn; aber woher
wissen Sie, daß der erste Körper gerade derselbige
ist, der ihnen, beym Befühlen, die Idee der Kugel; ¬
und daß der zweyte wiederum derselbige Körper ¬
ist, der Ihnen die Idee vom Würfel gegeben
hat? Wer hat Ihnen gesagt, daß diese Körper,
beym Befühlen dieselbige Figur haben müssen, die
sie beym Ansehn derselben haben? Wo wissen Sie,
daß der Körper, der Ihren Augen eine Kugel zu
seyn scheint, nicht der Würfel seyn mögte, wenn
Sie ihn anfühlen sollten? Wer kann Jhnen sogar
dafür gut stehn, daß wirklich etwas da sey, was
den Körpern, die Sie, durchs Befühlen für einen
Würfel und für eine Kugel halten, ähnlich wäre?
Dieses Argument könnte ihn unstreitig sehr verwirren; ¬
und ich kenne keine andre Antwort auf
dasselbe, als die Erfahrung. Doch dieses ist auch
weder Locke's noch Berkley's Satz.
§. 15. Noch hab ich eine Schwierigkeit zu
lösen, die eben nicht gering ist. Es ist nämlich eine
Erfahrung da, die demjenigen, was ich behauptet
habe, in allen Stücken durchaus entgegen ist. Jch
will sie mit Voltair's Worten erzehlen. Sie würde
viel verlieren, wenn ich sie anders einkleiden wollte.
„Herr Cheselden, einer von den berühmten
Wundärzten, die die Fertigkeit der Handgriffe mit
den tiefsten Einsichten des Verstandes verbinden,