Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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lich  versammlet  sind.  Hier  finde  ich  von  aller
Erfahrung  unabhängig,  und  ohne  Beyhülfe  der
übrigen  Sinne  die  Idee  von  der  Ausdehnung  mit
allen  ihren  Dimensionen.
Man  erlaube  mir  einmal  die  Voraussetzung
eines  beseelten  Auges,  so  sonderbar  sie  auch  scheinen ¬
  möchte.  Nach  Berkley's  Meinung  würde
dieses  Auge  ein  farbigtes  Licht  sehn;  es  würde
aber  weder  Ausdehnung,  noch  Größen,  noch  Entfernungen, =
  noch  Situationen,  noch  Figuren  wahr
nehmen.  Es  würde  sich  also  an  das  Urtheil  angewöhnen, ¬
  die  ganze  Natur  sey  weiter  nichts,  als
ein  mathematischer  Punkt.  Dieses  Auge  werde
nun  mit  einem  menschlichen  Körper  vereiniget,
nachdem  sich  seine  Seele  schon  seit  langer  Zeit  die
Fertigkeit  in  der  Bildung  dieses  Urtheils  erworben.
Man  wird  ohne  Zweifel  glauben,  diese  Seele  dürfe
sich  nur  der  neuen  Sinne,  die  sie  jezt  erhält,  bedienen; ¬
  um  sich  Begriffe  von  den  Größen,  Entfernungen, =
  Situationen  und  Figuren  zu  machen.
Nein,  das  ist  nicht;  sondern  die  habituellen,  plötzlichen =
  und  einförmigen  Urtheile,  die  sie  seit  langer ¬
  Zeit  gebildet  hat,  werden  die  Ideen  dieser
neuen  Sensationen  verändern;  so,  daß  sie  Körper
befühlen  und  doch  behaupten  wird,  sie  haben  weder ¬
  Ausdehnung,  noch  Lage,  noch  Größe,  noch
Figuren.
5.  13.  Artig  wäre  die  Auffuchung  der  Gesetze,
die  Gott  befolgt,  wenn  er  uns  mit  den  verschiedenen =
  Sensationen  des  Gesichts  begabt;  da  diese
Sensationen  uns  nicht  nur  besser,  als  alle  übrigen ¬
  von  den  Verhältnissen  der  Dinge  zu  unsern
            
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