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Ich öfne mein Fenster, und werde am Ende
Jch sehe,
der Straße einen Menschen gewahr.
daß er weit von mir entfernt ist, eh ich noch irWahr =
ists,
gend ein Urtheil gefällt habe.
nicht die Lichtstralen, die von ihm zurückfallen,
sind es, die mir ganz genau sagen, wie weit er
von mir entfernt ist; sondern dies machen mir die
Lichtstralen kund, die von den zwischen uns liegenden =
Gegenständen ausfahren. Nun ist es natürlich, =
daß der Anblick dieser Gegenstände mir
einige Idee von der Entfernung dieses Menschen
von mir giebt; es ist sogar unmöglich, daß ich
diese Idee nicht allmal haben solle, wenn ich
diese Gegenstände sehe.
§. 11. Sie irren sich wird man mie sagen. Die
plözlichen und fast einförmigen Urtheile, die ihre
Seele in einem gewissen Alter von den Entfernungen, =
Größen, Lagen fället, machen sie glauben,
daß man nur die Augen aufthun müsse, um zu
sehn, wie Sie sehen. Das ist aber nicht so; man
muß zu den übrigen Sinnen seine Zuflucht nehmen. ¬
Hätten sie nur den Sinn des Gesichts: so
würden sie kein Mittel zur Erkenntniß der Ausdehnung ¬
haben.
§. 12. Was würde ich denn wahrnehmen
Etwa einen mathematischen Pünkt? Gewiß nicht;
Wecken aber
ich werde Licht und Farben sehn.
Licht und Schatten nicht nothwendig verschiedene
Distanzen, Größen und Lagen auf? Ich sehe vor
mich, aufwärts, niederwärts, links / rechts. Jch
sehe ein überall verbreitetes Licht, und viele Farben, =
die gewiß nicht in einen Punkt gemeinschaft=