Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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Anblick  eines  Feldes  verschaft,  im  Kleinen  in  der
Perzeption  der  verschiedenen  Theile  einer  Kugel
enthalten  sind.  Dieser  Weltweise  hat  diese  Folgerungen =
  indessen  nicht  angenommen.  Indem  er
in  seinem  Problem  verlangt,  daß  die  Kugel  und
der  Würfel  ohngefähr  von  gleicher  Größe  seyen:  so
giebt  er  stillschweigend  zu  erkennen,  daß  uns  das
Gesicht,  ohne  Beyhülfe  irgend  eines  Urtheils  verschiedene ¬
  Ideen  von  der  Größe  verschaffen  kann.
Das  ist  aber  ein  Widerspruch;  weil  sich  nicht  begreifen ¬
  läßt,  wie  man  von  den  Größen  Jdeen  haben =
  könne,  wofern  man  keine  Jdeen  von  den  Figuren =
  hat.
§.  6.  Andre  haben  diese  Folgerungen  ohne
Bedenken  zugegeben.
Der  Herr  von  Voltaire
erzählt  und  billigt  die  Meynung  des  Doktor  Berkley. =
  Dieser  behauptete,  ein  Blindgeborner,  dessen =
  Augen  plözlich  das  Licht  erblicken,  würde  weder =
  die  Lagen,  noch  die  Entfernungen,  noch  die
Größen,  noch  die  Figuren  unterscheiden  können  *).
§.  7.  Ich  erblicke,  sagt  er,  durch  eine  kleine
Oefnung,  aus  einer  großen  Entfernung,  einen  auf
einem  Dach  stehenden  Menschen.  Die  große  Entfernung =
  und  die  wenigen  Stralen  hindern  mich  anfänglich ¬
  daran,  daß  ich  nicht  unterscheiden  kann,
ob  es  ein  Mensch  ist?  Der  Gegenstand  kömmt  mir
sehr  klein  vor.  Ich  glaube  höchstens  eine  zweybeinigte ¬
  Statue  zu  sehn.  Der  Gegenstand  bewegt ¬
  sich.  Ich  urtheile,  es  ist  ein  Mensch,  und
)  Elemens  de  la  Philosophie  de  Newton.  Kap.  VI.
            
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