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eine Realität voraussezt, und die Namen als die
wahren Zeichen dieser Dinge betrachtet. Bequemer ¬
ist es, z. B. daß man unter den Namen
Mensch, Thier eine Entität versteht, wodurch
diese Dinge unterschieden werden, als daß man
auf alle einfache Ideen aufmerksam ist, die ihnen
zugehören können. Dieses Mittel befriedigt zu
gleicher Zeit unsre Ungeduld und unsre Wißbegierde. ¬
Es-giebt vielleicht selbst unter den Personen, ¬
die an der Ausrottung ihrer Vorurtheile am
meisten gearbeitet haben, nur sehr wenige, die
nicht einigermaaßen geneigt seyn sollten, alle Namen ¬
der Substanzen auf unbekannte Realitäten
hinzuziehn. Das bemerkt man selbst in den Fällen, =
wo die Vermeidung des Jrrthums leicht ist;
weil wir es sehr wohl wissen, daß die Jdeen, die
wir realisiren, nicht wirkliche Wesen sind. Jch
ziele hier auf die moralischen Wesen, z. B. Ehre,
Krieg, Berühmtheit. Diesen haben wir den
Namen Wesen blos deswegen gegeben, weil wir
sie uns bey den ernsthaftesten Unterredungen sowohl, =
als bey den gemeinsten Gesprächen unter
dieser Idee vorstellen.
§. 13. Dieses ist gewiß eine der ergiebigsten
Quellen unsrer Irrthümer. Denn man darf nur
annehmen, daß die Wörter der Realität der Dinge ¬
entsprechen, um sie mit den Dingen selbst zu
verwechseln und um den Schluß zu machen, daß
sie die Natur derselben vollständig erklären. Daher =
rührt es, daß derjenige, der die Frage thut,
was ist dieser oder jener Körper, wie toke bemerkt,