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ist, unendlich verfinstert. Es ist dieses eine Untersuchung, ¬
die viele nur deswegen angestellt zu
haben scheinen, damit sie sie nur desto mehr verwirren ¬
möchten. Einige Weltweisen sagen, der
Verstand ist ein Vermögen, welches die Jdeen aufnimmt, =
und der Wille ist ein für sich blindes Vermögen, ¬
welches sich nur zu Folge der Ideen bestimmt, ¬
die ihm der Verstand vorhält. Es hängt
nicht vom Verstand ab, die Ideen und die Verhältnisse ¬
der Wahrheit oder der Wahrscheinlichkeiten ¬
zu apperzipiren oder nicht zu apperzipiren.
Er ist nicht frey; er ist auch nicht thätig; weil
er die Ideen von Weis und Schwarz nicht selbst
bey sich hervorbringt, und weil er nothwendig
einsieht, daß eines nicht das andre ist. Wahr
ist's, der Wille ist thätig; da er aber für sich
blind ist: so folgt er den Aussprüchen des Verstandes, ¬
d. h. er bestimmt sich zu Folge dessen,
was ihm eine nothwendige Ursache vorschreibt.
Folglich ist auch der Wille nothwendig. Wäre
nun der Mensch frey; so müßt' es durch die eine
oder durch die andre von diesen Vermögen geschehn. ¬
Folglich ist der Mensch nicht frey.
Folgende Bemerkung reicht zur Widerlegung
dieses ganzen Räsonnements zu, daß sich nämlich
diese Philosophen vom Verstand so wohl als vom
Willen Phantome ersinnen, die blos in ihrer Einbildungskraft =
vorhanden sind. Wären diese Vermögen ¬
so beschaffen, wie sie sich dieselben vorstellen: ¬
so würde freylich die Freyheit nicht statt haben. =
Allein ich rathe ihnen, daß sie auf sich