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tet und bestimmt? Wenn die Philosophen durch
Verstand und Willen weiter nichts bezeichnen
wollten, als die Seele, in Rücksicht auf gewisse
Akte, die sie erzeugt oder erzeugen kann, betrachtet: =
so ist es offenbar, daß Urtheilskraft, Thätigkeit =
und Freyheit dem Verstand zukommen müssen;
daß sie ihm aber nicht zukommen würden, wenn
man bey der Untersuchung dieses Vermögens mehr
oder weniger von diesen Akten betrachtet. So verhält =
es sich auch mit dem Willen. In dergleichen
Fällen.ist es genug, wenn man die Ausdrücke erkläret, ¬
und zwar dadurch, daß man mittelst genauer =
Analysen die Notionen bestimmt, die man
sich von den Dingen macht. Da aber die Philosophen ¬
genöthigt waren, sich die Seele durch Abstraktionen =
vorzustellen: so haben sie das Wesen
derselben vermehrt, und der Verstand und der
Wille haben das Schicksal aller abstrakten Notionen =
gehabt. Selbst diejenigen, die ausdrücklich ¬
bemerkt haben, die Seelenkräfte seyen nicht
verschiedene Wesen der Seele, z. B. die Carte
sianer, haben doch alle die angeführten Fragen abgehandelt. =
Sie haben also, gegen ihre Absicht,
alle diese abstrakte Notionen realisirt. Der Grund
davon war dieser: Sie kannten die Art, sie zu
analysiren, nicht, und sie waren daher auch un
vermögend die Fehler derselben einzusehn; und
folglich auch unvermögend, dieselben mit der erforderlichen =
Behutsamkeit zu gebrauchen.
§. 11. Diese Arten von Abstraktionen haben
alles, was über die Freyheit geschrieben worden