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da das Nichts nicht empfunden werden kann, als
etwas an, und sie fährt fort, ihnen dieselbige
Realität zuzuschreiben, mit welcher sie sie anfänglich =
wahrgenommen hat, wenn sie ihnen gleich
nicht mehr zukommen kann. Kurz, diese Abstraktionen ¬
haben sich, wie sie noch bloße partikulaire
Ideen waren, mit der Idee des Seyns verknüpft,
und diese Verknüpfung dauert nun fort.
So fehlerhaft dieser Widerspruch ist: so ist er
demohngeachtet nothwendig. Denn, da die Seele
zu eingeschränkt ist, als daß sie auf einmal ihr
Wesen und auch seine Modifikationen umfassen
könnte; so můßte sie beydes nothwendig wohl von
einander unterscheiden, wenn sie abgezogene Begriffe =
bildet; und wenn nun gleich die Modifika
tionen dadurch alle Realität einbüssen, die sie hat
ten: so muß sie demohngeachtet dieselbe voraussetzen; ¬
weil sie sonst nie einen Gegenstand ihrer
Reflexion aus ihnen machen könnte.
Diese Nothwendigkeit ist der Grund, warum
viele Philosophen nicht daran gedacht haben, daß
die Realität der abstrakten Ideen das Werk der
Einbildungskraft ist. Sie sahen, daß wir schlechterdings =
verbunden waren, diese Ideen, als etwas
Reelles anzusehn. Dabey blieben sie stehn; und
da sie nicht auf den Grund zurückgiengen, um
welches Willen wir sie in diesem falschen Licht betrachten: =
so machten sie den Schluß, daß sie wirkliche =
Wesen seyen.
Man hat also alle die Notionen realisirt;
freylich mehr oder weniger, nachdem die Dinge,