Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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wendigen  und  zufälligen  Eigenschaften  desselben
trägt:  so  braucht  man  nur  das  Wort  Substanz.
Will  man  noch  näher  die  Art  der  nothwendigen
und  zufälligen  Eigenschaften  der  Dinge  anzeigen:
so  bedienet  man  sich  der  Ausdrücke  Geist  und  Körper. =
  Verbindet  man  endlich  diese  beyden  Ideen
in  der  Absicht  um  von  einem  lebendigen  Ganzen  zu
reden,  welches  sich  von  selbst  und  durch  einen  Jnstinkt =
  bewegt:  so  hat  man  das  Wort  Thier.
Nachdem  man  endlich  zu  dieser  lezten  Notion  die
Jdeen  hinzufügt,  wodurch  die  verschiedenen  Gattungen =
  von  Thieren  unterschieden  werden;  nachdem =
  findet  man  auch  gemeiniglich  solche  Wörter  in
der  Sprache,  wodurch  wir  unsre  Gedanken  kurz
anzeigen  können.
§.  3.  Man  muß  aber  wohl  merken,  daß  wir
die  Genera  und  Spezies  der  Dinge  nicht  so  sehr  in
Ansehung  ihrer  Natur,  als  vielmehr  in  Ansehung
der  Art,  wie  wir  sie  erkennen,  bestimmen;  oder
um  mich  der  gemeinen  Sprache  zu  bedienen,  daß
wir  sie  in  Klassen  abtheilen,  die  einander  unter
geordnet  sind.  Hätten  wir  einen  tiefer  eindringenden =
  Blick,  so  daß  wir  eine  größre  Anzahl  von
Eigenschaften  an  den  Gegenständen  entdecken  könnten: =
  so  würden  wir  bald  Verschiedenheiten  unter
ihnen  gewahr  werden,  die  uns  jezt  Aehnlichkeiten
zu  seyn  scheinen,  und  wir  würden  sie  daher  wieder =
  in  neue  Klassen  unterabtheilen  können.  Obschon =
  verschiedene  Theile  eines  Metalls  z.  B.  einander ¬
  in  Ansehung  der  Eigenschaften,  die  wir  an
denselben  wahrnehmen,  ähnlich  sind:  so  folgt  doch
nicht,  daß  sie  auch  durch  die  andern  Eigenschaften,
            
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