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ausgerüstet ist, diese Materialien verarbeiten?
Geberden, Töne, Ziffern, Buchstaben; dies sind
die in Rücksicht auf unsre Ideen so fremde Instrumente, ¬
die wir gebrauchen, um uns zu den erhabensten ¬
Kenntnissen empor zu schwingen. Die
Materialien sind bey allen Menschen die nämlichen;
nur die Geschicklichkeit, sich der Zeichen zu bedienen, ¬
ist verschieden; und davon rührt die Verschiedenheit ¬
der Menschen, in dieser Rücksicht her.
Man nehme einem höhern menschlichen Geist
den Gebrauch der Zeichen; wie viele Kenntnisse sind
ihm dädurch nicht versagt, zu denen ein mittelmäßiger =
Geist leicht gelangen kann? Man nehme ihm
auch die Sprache: das Schicksal der Stummen wird
es einen lehren, in was für enge Gränzen man ihn
dadurch eingeschränkt hat. Man nehme ihm endlich ¬
den Gebrauch aller Zeichen, so, daß er auch
nicht den geringsten Gestus machen kann, um
mittelst desselben die gemeinsten Gedanken auszudrücken; ¬
so wird man einen Blödsinnigen aus
ihm gemacht haben.
§. 12. Zu wünschen wär's, daß diejenigen,
die sich mit der Erziehung der Kinder abgeben, in
Ansehung der ersten Getriebe der menschlichen
Seele, nicht unwissend wären. Wenn ein Lehrmeister, ¬
dem der Ursprung und die Fortbildung
unsrer Ideen genau bekannt ist, seinen Lehrling
nur mit Dingen unterhielte, die auf seine Bedürfnisse ¬
und auf sein Alter die nächste Beziehung haben; ¬
wenn er geschickt genug wäre, seinen Lehrling ¬
allemal gerade in die vortheilhaftesten Umstände ¬
zu versezen, um ihn die Bildung bestimm¬