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ein Chaos würde wahrgenommen haben.
würde eben dieselbigen Schwierigkeiten finden, die
einer, der rechnen will, hat; wenn er mehrmalen
eins, eins, eins sagt, ohne sich für eine jede
Menge, Zeichen zu finden. Dieser würde sich nie
eine Idee von zwanzig machen; weil ihm nichts
zur Versicherung dienen könnte, daß er alle Einheiten ¬
dieser Zahl genau wiederholt habe.
§. 9. Hieraus folgt, daß wir uns, um Ideen
zu haben, worüber wir reflektiren können, Zeichen =
erfinden müssen, die zu Banden der verschiedenen ¬
Sammlungen einfacher Ideen dienen; und
daß unsre Notionen nicht bestimmt sind, wofern
wir nicht, in einer gewissen Ordnung, Zeichen
erfunden haben, wodurch sie fixirt werden.
§. 10. Ein jeder, der auf sich selbst aufmerksam =
seyn will, muß aus dieser Wahrheit einsehn,
um wie viel die Anzahl der Wörter, die wir in
unserm Gedächtniß haben, größer seyn muß, als
die Anzahl der Ideen. Das muß nothwendig so
seyn; theils, weil die Reflexion, die erst nach
dem Gedächtniß entsteht, nicht allemal die Ideen
sorgfältig genug hat untersuchen können, denen
man Namen gegeben hat; theils, weil wir einen
großen Abstand unter der Zeit, da man das Gedächtniß ¬
eines Kindes, durch Erlernung vieler
Wörter übt, deren Ideen es noch nicht fassen
kann, und unter der Zeit wahrnehmen, da es
fähig wird, seine Notionen zu analysiren, um
sich von denselben einigermaßen Rechenschaft geben
zu können. Wenn diese Operation angeht, sind
ihre Fortschritte zu langsam, als daß sie dem Ge¬