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anders verhält es sich mit den komplexen Ideen.
Man erkennt die Verschiedenheit von ein Paar
Zahlen mit der schärfsten Genauigkeit; weil ihr
Maas, die Einheit beständig gleich bleibt. Man
kann so gar diejenigen einfachen Ideen kompleper
Notionen zehlen, die aus verschiedenen Perzeptionen =
bestehn, und kein so genaues Maas haben,
als die Einheit ist. Giebt es Beziehungen, die
man nicht ergründen kann: so sind es einzig und
allein die Beziehungen der einfachen Ideen. Man
weis z. B. genau, was für Ideen man mehr mit
dem Wort Geld als mit dem Ausdruck Tombak
verbunden hat. Man kann aber die Verschiedenheit =
der Farbe dieser Metalle nicht abmessen; weil
die Perzeption derselben einfach und untheilbar ist.
§. 14. Die einfachen und die kompleren Jdeen
kommen darinnen überein, daß man sie beyde als
absolute und relative Jdeen betrachten kann. Sie
sind absolute Ideen, wenn man bey ihnen stehn
bleibt, und wenn man sie zum Objekt seiner Reflexion =
macht, ohne die Beziehungen auf andre Jdeen
in Anschlag zu bringen. Betrachtet man sie hingegen ¬
als Ideen, die einander untergeordnet sind:
so nennt man sie Relationen.
§. 15. Die urbildlichen Notionen haben einen
Der erste ist dieser, daß
gedoppelten Vortheil. | |
Sie sind feste Modelle, von
sie komplet sind.
denen sich die Seele eine so vollkommene Kenntniß
erwerben kann, daß nichts mehr übrig bleibt, was
sie noch daran entdecken könnte. Dieses erhellet
daraus, weil diese Notionen keine andre, als solche
einfache Ideen in sich fassen können, die die Seele