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Dings selbst nachzugehn. Wenn daher diese vollkommen ¬
ist: so muß sie zuverläßig alle Stimmen
versammlen, und dadurch die Streitigkeiten
endigen.
§. 11. Wenn die Meßkünstler gleich diese Methode =
gekannt haben: so haben sie sich doch gewisser =
Vorwürfe schuldig gemacht. Es trift sich bisweilen, ¬
daß sie die wahre Erzeugung der Dinge
nicht fassen, und das zwar bey Gelegenheiten, wo
sie leicht zu fassen war. Eine Pröbe davon finSie ¬
det man gleich zu Anfang der Geometrie.
sagen z. B. der Punkt begränze sich selbst auf allen
Seiten, er habe keine andre Gränzen, als sich
selbst, oder er sey etwas, was weder Länge, noch
Breite, noch Dicke hat: und doch lassen sie ihn
sich bewegen, um die Linie zu erzeugen. Sie lassen ¬
hierauf die Linie sich bewegen, um die Fläche,
und die Fläche, um das Solidum zu erzeugen.
Jch merke hier fürs erste an, daß sie dadurch
vollkommen in den Fehler der Philosophen fallen.
Sie wollen nämlich etwas sehr einfaches definiren.
Dieser Fehler ist eine von den Folgen der Synthese, ¬
die ihnen so nahe am Herzen liegt, und
die es einem zur Pflicht macht, daß man alles
definiren müsse.
Fürs zweyte: so zeigt der Ausdruck Gränze
so nothwendig das Verhältniß zu einem ausgedehnten ¬
Ding an, daß man sich unmöglich ein
Ding vorstellen kann, welches sich von allen Seiten =
terminirt, oder welches keine andre Gränzen
hat, als sich selbst. Uebrigens ist auch die Beraubung ¬
aller Länge, Breite und Dicke keine so