Objekt : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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der  andre  hingegen  mehr  Einbildungskraft,  aber
weniger  Analyse  hat,  können  die  Effekte  nicht  dieselbigen =
  seyn.  Schon  die  Imagination  allein  ist
einer  großen  Mannigfaltigkeit  fähig,  und  sie  allein =
  kann  schon  viele  Arten  von  Geistern  verursachen. ¬
  Wir  haben  in  unsern  Schriftstellern  von
einer  jeden  Art  dergleichen  Modelle;  allein  nicht
alle  Arten  haben  Namen.  Es  ist  übrigens,  wenn
man  den  Esprit  in  allen  seinen  Wirkungen  betrachten =
  will,  mit  der  Analyse  der  Operationen  des
Verstandes  nicht  genung.  Man  müßte  noch  auch
Man
die  Analyse  der  Leidenschaften  anstellen.
müßte  ferner  bemerken,  wie  sich  alle  diese  Dinge
mit  einander  verbinden,  und  in  eine  einzige  Ursache ¬
  zurückfallen.  Der  Einfluß  der  Leidenschaften =
  ist  so  bekrächtlich,  daß  der  Verstand  ohne  sie  oft
keine  Uebung  haben  würde,  und  daß  einem  Menschen =
  bisweilen,  außer  den  Leidenschaften  gar  nichts
abgeht,  um  auch  Geist  zu  haben.  Zu  gewissen
Talenten  sind  sie  auch  schlechterdings  nothwendig. =
  Doch  eine  Analyse  der  Leidenschaften  würde
mehr  in  ein  Werk  gehören,  in  welchem  man  von
der  Fortbildung  unsrer  Kenntnisse  handelt  als  in
einem  Versuch  über  ihr  n  Ursprung.
§.  107.  Der  Hauptvortheil,  der  aus  der  Art,
wie  ich  die  Operationen  der  Seele  betrachtet  habe,
erwächst,  ist  dieser,  daß  man  so  deutlich  einsieht,
wie  Menschensinn,  Geist,  Vernunft  und  die  entgegengesezten =
  Beschaffenheiten  aus  demselbigen
Prinzipium,  nämlich  der  gegenseitigen  Verknüpfung =
  der  Ideen  entstehn,  und  daß  man,  wenn
man  noch  weiter  zurückgeht,  findet,  daß  diese
            
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