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knüpfung, in welcher jene heftige Empfindung mit
diesem steht, hinlänglich verbergen kann Und
welches ist denn nun diese Empfindung? Der
Wunsch, daß sein Sohn tod sey; weil eine solche
Empfindung sonst entweder nie in der Seele eines
Vaters vorhanden seyn kann, und weil sie seine
Seele, wenn sie einmal vorhanden ist, gewissermaaßen ¬
ganz ausfüllen muß. Eben deswegen
muß er auf die Frage: Was denn sein Sohn gegen ¬
drey Menschen hätte ausrichten sollen, antworten: =
er hätte sterben müssen.
Nun stelle man sich auf der andern Seite einen ¬
Römer vor, der, wenn ihm gleich der Ruhm
seiner Familie und das Wohl der Republik am
Herzen lag, doch weit schwächere Empfindungen,
als der alte Horatius dabey hatte. Mir kömmt's
vor, daß dieser sein kaltes Blut fast völlig würde
behalten haben. Die durch den Ruhm und die
Liebe für sein Vaterland in ihm erzeugten Empfindungen =
würden ihn ungleich schwächer gerührt haben, =
und das vielleicht fast in einem gleichen
Grade. Dieser Mann würde keinen Grund gehabt =
haben, lieber die eine, als die andre Empfindung ¬
auszudrücken. Er würde sie also alle
natürlich in ihrem vollen Detail an den Tag gelegt ¬
haben. Er würde etwa gesagt haben, wie
sehr er beym Anblick des Ruins der Republik und
dem Schimpf seines Sohnes leide. Er würde es
diesem verboten haben, daß er es nie wieder wagen =
solle, ihm vor die Augen zu kommen, und
statt ihm den Tod zu wünschen, würde er blos
das Urtheil gefällt haben, daß es besser für ihn