Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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bisweilen  Mühe  hat,  seinen  Frrthum  einzusehn.
Das  ist  gewiß  ein  Augenblick  der  Narrheit.  Um
auch  ein  Narr  immer  fort  zu  bleiben,  dürfte  man
nur  annehmen,  daß  die  Fibern  des  Gehirns  mit
zu  vieler  Lebhaftigkeit  erschüttert  worden,  um  wieder ¬
  in  ihre  vormalige  Lage  kommen  zu  können.
Eben  dieser  Effekt  kann  auch  auf  eine  allmäligere
Art  erzeugt  werden.
§.  83.  Es  giebt,  glaub'  ich,  keinen  Menschen ¬
  in  der  Welt,  der  nicht  in  den  Augenblicken,
da  er  nichts  zu  thun  hat,  einen  Roman  dichten
sollte,  in  welchem  er  den  Helden  macht.  Diese
Fiktionen,  die  man  Luftschlößer  nennt,  verursachen ¬
  im  Gehirn  gewöhnlich  nur  ganz  leise  Eindrücke: ¬
  weil  man  sich  ihnen  nur  eine  ganz  kurze
Zeit  überläßt,  und  weil  sie  bald  durch  reellere  Gegenstände ¬
  zerstreuet  werden,  mit  denen  man  sich
abzugeben,  gezwungen  ist.  Kömmt  aber  ein  trauriges ¬
  Ereigniß  hinzu,  daß  wir  unsre  besten  Freunde ¬
  meiden,  und  an  allem  was  uns  gefallen  hat,
so  wird  in  diesem  ZuAbscheu ¬
  finden  müssen:
stand,  da  wir  uns  ganz  unserm  Mißvergnügen
überlassen,  unser  Lieblingsroman  alsdenn  die  einzige ¬
  Idee  seyn,  die  uns  von  der  Quaal  unsers  ZuUnsre ¬
  Lebensgeister  werstandes ¬
  abziehn  kann.
für  dieses  Luftschloß  die
den  mit  nach  und  nach
Grundlage  ausgraben,  die  um  so  viel  tiefer  seyn
muß,  je  weniger  irgend  etwas  den  Lauf  derselben
abändert:  wir  werden,  während  dem  wir  daran
bauen,  einschlafen;  wir  werden  im  Traum  in
demselben  wohnen:  und  wenn  endlich  die  Jmpression =
  der  Lebensgeister  auf  eine  unmerkliche  Art  die¬
            
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