Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

Entdeckungen
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len,  mit  Hülfe  einer  Linse,  so  gleicht  nichts
114ter  Vers.  der  Lebhaftigkeit  ihrer  Farben;  vergleicht  man
sie  mit  den  Farben  des  Farbenbildes,  so  wer115ter ¬
  Vers.  den  diese  matt  aussehen;  laͤßt  man  sie  zur  Seite,
wegfallen,  so  werden  sie  blaß  aussehen  ).
Eben  so  kann  man  nur  vermittelst  unserer  Weise, ¬
  die  Schattirungen  sichtbar  machen,  welche  aus
der  Mischung  des  unzerlegten  Lichtes,  mit  den
Hauptfarben  entstehen.  In  großer  Menge  beygemischt, ¬
  erzeugt  es  mit  den  blauen  Stralen  Himmelblau, ¬
  mit  den  gelben  Strohgelb,  und  mit  den
rothen  Rosenroth,  und  je  duͤnner  diese  Stralen  verbreitet ¬
  sind,  desto  heller  fallen  diese  Farben  aus,
wie  man  an  den  gefärbten  Streifen  sieht,  welche  den
Schatten  eines,  nahe  beym  Brennpunkte,  im  Mittelpunkte ¬
  des  Lichtkegels,  gestellten  Ringes  umgeben;
oder,  noch  besser,  an  den  gefärbten  Streifen,  welche =

i)  Das  Farbenbild  wird,  wie  man  gesehen  hat,  durch
das  Auseinandergehen  der  Stralen  erzeugt,  welche =
  die  gefärbten  halben  Monde  ausmachen,  so
man  an  den  Rändern  des  Schattens,  des  zur
Durchlassung  der  Sonnenstralen  bestimmten  Loches, =
  wahrnimmt.  Diese  halben  Monde  werden
durch  ein  Feld  von  unzerlegtem  Lichte  getrennt.
Bey  der  Brechung  im  Säulenglase  mischt  sich  dieses =
  Licht  mit  den  fremdartigen  Stralen,  und  macht
ihre  Farben  blaß,  schwach  und  matt,  dahingegen
sich  die  gefärbten  Stralen,  bey  unserer  Weise,  das
Licht  in  dem  verfinsterten  Zimmer  zu  zerlegen,  nur
erst  an  den  Rändern  des  Scheins  mit  dem  unzerlegten =
  Lichte  mischen.
            
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