loster Vers
106ter Vers
107ter Vers.
Entdeckungen
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fen breiter, ohne ihre Farbe zu verändern;
dreht man es nach der andern Seite, so werden ¬
sie schmäler, der blaue nähert sich dem
rothen, der indigfarbene verliert sich stuffenweise, =
so auch der pomeranzenfarbene, darnach ¬
verändert der rothe seine Farbe, und
endlich unterscheidet man bloß noch einen breiten =
rothen Streifen, zwischen einem blauen
und einem gelben. Jn einem Abstande von
zwölf, bis funfzehn Fuß, nehmen die drey
gefärbten Streifen an Breite zu und an Länge =
ab, bleiben aber immer vollkommen getrennt; ¬
alsdann mag man das Säulenglas
noch so viel um seine Achse drehen, so verändern =
sie ihre Farbe doch nicht und vermischen
sich nicht mehr mit einander.
Jn dem
Maaße, wie man sich entfernt, fahren diese
Streifen fort, an Länge ab= und an Breite
zuzunehmen, und ihre Farben, welche allezeit
gut getrennt bleiben *) werden nur schwächer.
Nimmt man, anstatt der gebrauchten
Walze, Kugeln von Wachs, Ebenholz, Bley,
jede einen oder zween Zolle im Durchmesser,
zu dem Versuche, so werden die Erscheinungen =
die nemlichen seyn, nur daß die Farben,
welche sie umgeben, die Gestalt halber Monde =
haben werden, aber die Indigfarbe wird
beyf) =
Die Gränze zwischen der blauen und rothen ist
indessen deutlicher zu sehen, als die zwischen der
rothen und gelben.