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über das Licht.
erhält man, wenn solche zerlegt zu werden scheinen,
sowohl in dem verfinsterten Zimmer, als in freyer
Luft, bey der Helle der Sonne, oder einer Kerze,
allemal nur diese drey verschiedenen Farben.
Dies ist deutlich zu sehen, wenn man auf 89ster Vers.
der einen Seite der Achse des Lichtkegels eine
sehr schmale Platte stellt, wie solche auch gestellet =
und woraus sie auch gemacht sey; damit =
die an ihrem Umkreise zerlegten Stralen
aber nicht zu sehr zerstreuet werden, so muß
man sie durch ein rundliches Glas gehen lassen, =
und, damit sie nicht über einander schreiten =
mögen, dem Glase nur eine gewisse Stuffe
der schiefen Stellung geben; wenn sie nun
einst gut getrennt sind, so untergehen sie keine
Zerlegung mehr. Dies erhellet auch deut= 90ster Vers.
lich, wenn man das Gesicht, durch eine Linse,
auf diese kleine Platte heftet, nachdem man
sie gegen den freyen Himmel gehalten hat.
Ferner sieht man dies deutlich, wenn man den 91ster Vers.
Schatten derselben auf einer weissen Pappe
auffängt, nachdem man die Linse dazwischen
gestellet hat 5).
Wir wollen uns indessen mit diesen Beweisen
nicht begnügen, wie stark solche auch sind, sondern
zeigen, daß das Säulenglas selbst nur drey unveränderliche ¬
Farben liefert, und alle übrigen zerlegen.
Man
) Wenn man diese Platte gegen die Sonne hält, so
muß man Acht darauf geben, daß sie nicht dem
Mittelpunkte des Glases gegen über gestellt werde.