Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

Entdeckungen
14
Es  leidet  keinen  Zweifel,  daß  die  Lichtstralen
allemal  abgelenkt  werden,  wenn  sie  neben  einem
Körper  vorbeygehen,  aber  sie  biegen  sich  nicht  alle
gleich  stark  nach  seiner  Oberfläche  hin.  Auf  welche
Weise  sie  also  auch  auf  einen,  in  einigem  Abstande
von  der  Wand  gestellten,  undurchsichtigen  Körper
fallen  mögen,  so  schneidet  der  Schatten  doch  nie  in
das  erleuchtete  Feld  ein.  Fallen  sie  gleichlaufend
auf  Körper  von  einem  gewissen  Umfange?  so  ist
der  Schatten  allemal  kleiner  und  gegen  die  Ränder
zu  lichter.  Haben  diese  Körper  einen  kleinen  Umfang, ¬
  so  sieht  ihr,  sich  schlecht  auszeichnender
Schatten  dem  Schatten  der  matten  durchsichtigen
Körper  ähnlich.  Haben  diese  Körper  einen  sehr
kleinen  Umfang,  so  verschwindet  ihr  Schatten  ganz
und  gar.  Er  verschwindet  ebenfalls,  auch  bey  sehr
großen,  wenn  ihr  Abstand  von  der  Wand  verhältnißmäßig =
  vergrößert  wird.  Wenn  die  Stralen
aus  einander  gehen,  so  nimmt  der  Schatten  der  undurchsichtigen ¬
  Körper  nicht  im  Verhältnisse  ihres
Abstandes  von  der  Wand  zu,  und  ist  gegen  die
Ränder  zu  allemal  heller,  als  im  Mittelpunkte.
Endlich  nimmt  der  Schatten  der  undurchsichtigen
Körper,  wenn  die  Stralen  zusammengehen,  in  einem =
  stärkern  Verhältnisse  ab,  als  ihr  Abstand  von
der  Wand.  Erscheinungen,  welche  unmöglich  zu
begreifen  wären,  wenn  die  Stralen,  welche  Körper
streifen,  in  dem  nemlichen  Mittel  nach  der  nemlichen
Richtung  fortgingen,  welche  aber  sehr  leicht  zu  verstehen ¬
  sind,  wenn  wir  unsern  neuen  Grundsatz  annehmen, ¬
  von  welchem  sie  nothwendige  Folgen  sind.
Die
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer