Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

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Entdeckungen
So  lange  ihre  Farbe  rein  ist,  so  wird  ihr  verhältnißmäßiges ¬
  Bild  nur  aus  gleichartigen  Stralen
gebildet;  wo  nicht,  so  mischen  sich  verschiedene  Stralen ¬
  mit  denselben;  dies  ist  der  Fall  bey  den  gemischten =
  Farben.
Was  jede  dieser  Farben  vor  sich  betrift,  so  weiß
man,  was  für  einfache  Stralen  zur  Erzeugung  derselben ¬
  zusammentreten;  das  Bild  einer  grünen  Kugel =
  entsteht  z.  B.  aus  gelben  und  blauen  Stralen;
das  Bild  einer  violetten  aus  blauen  und  rothen;  das
Bild  einer  pomeranzenfarbenen  Kugel  aus  rothen
und
chemischen  Zerlegung,  oder  Veränderung  annehmen,
(S.  Anm.  8.)  so  würde  den  gefärbten  Körpern  eine
Kraft,  solche  Veränderung  an  dem,  auf  sie  fallenden, =
  Lichte  zu  bewirken,  zugeeignet  werden  müssen.
Sie  zeigen  indessen  nicht  in  jeder  Richtung  die  nemliche =
  Farbe  und  durch  Veränderung  des  Winkels,  ihrer
Fläche,  mit  der  Richtung  des  auffallenden  Lichtes
und  der  Seheachse,  kann  man  nicht  allein  verschiedene ¬
  Schattirungen  der  nemlichen  Farben,  sondern
auch  ganz  andere  Farben  und,  nach  Beschaffenheit
der  Fläche,  reines  Licht  wahrnehmen.  Auch  bey
der  gewöhnlichen  Erklärung  möchte  man  also  nicht
sagen,  daß  sie  nur  die  Stralen  ihrer  Farbe  zurückwürfen, ¬
  denn  sie  werfen  auch  andere,  wenigstens
zum  Theil,  wiewohl  unter  andern  Winkeln,  zurück.
Wie  viel  hiebey  von  der  verschiedenen  Anziehbarkeit
abhänge,  und  wie  weit  solches  mit  den  bisher  bekannten =
  Erscheinungen  der  Ablenkung,  Brechung  und
Zurückwerfung,  übereinstimme,  bestimmt  anzugeben,
dazu  fehlen,  meines  Wissens,  noch  genugsame  und
hinlängliche  Versuche.
W.
            
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