über das Licht.
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welches sodann in seiner vollen Weiße und Reinigkeit ¬
erscheint o).
Die Linse mag eingefaßt seyn, oder nicht, ihren
Brennpunkt weit weg, oder nahebey werfen, ihre
Ränder polirt, oder rauh seyn, u. s. w. so fallen die
Erscheinungen doch immer übereins aus.
Man schreibt sie durchgängig der Zerlegung der
Stralen zu, welche in dem Glase gebrochen werden,
aber ich habe durch entscheidende Versuche erwiesen
P), daß das Licht nie beym Durchgange eines gleichartigen, =
dichten und gut polirten Glases zerlegt werde, =
was solches auch für eine Gestalt habe. Auch
habe ich durch entscheidende Versuche erwiesen, daß
die Brechbarkeit der ungleichartigen Stralen gleich
stark sey. Endlich habe ich durch geradezu erweisende =
Versuche darg than, daß die gefärbten Kreise,
welche den Lichtkegel umschließen, bloß von den an
den Rändern der Linse 1), oder der Einfassung, zerlegten ¬
o) Da der Glanz des Lichtfeldes die Augen blendet,
wenn der Himmel recht rein ist, so muß man zur
Anstellung dieser Beobachtungen die Zeit abwarten, =
wenn die Sonne hinter eine Lage von dünnen =
Dünsten verborgen wird.
P) S. den Abschnitt von der Zerlegung des Lichtes.
9) Wird das Licht an den Rändern eines abgerundeten =
flachen Glases, dessen Flächen gleichlaufend
sind, eben so zerlegt, als an den Rändern einer
Linse? — Sicherlich
Warum nimmt man
denn nicht ebenfalls diese gefärbten Kreise wahr?
Weil sich die zerlegten Stralen, da sie nicht
ebenfalls durch die Brechung in einen kleinern
Raum