Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

über  das  Licht.
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welches  sodann  in  seiner  vollen  Weiße  und  Reinigkeit ¬
  erscheint  o).
Die  Linse  mag  eingefaßt  seyn,  oder  nicht,  ihren
Brennpunkt  weit  weg,  oder  nahebey  werfen,  ihre
Ränder  polirt,  oder  rauh  seyn,  u.  s.  w.  so  fallen  die
Erscheinungen  doch  immer  übereins  aus.
Man  schreibt  sie  durchgängig  der  Zerlegung  der
Stralen  zu,  welche  in  dem  Glase  gebrochen  werden,
aber  ich  habe  durch  entscheidende  Versuche  erwiesen
P),  daß  das  Licht  nie  beym  Durchgange  eines  gleichartigen, =
  dichten  und  gut  polirten  Glases  zerlegt  werde, =
  was  solches  auch  für  eine  Gestalt  habe.  Auch
habe  ich  durch  entscheidende  Versuche  erwiesen,  daß
die  Brechbarkeit  der  ungleichartigen  Stralen  gleich
stark  sey.  Endlich  habe  ich  durch  geradezu  erweisende =
  Versuche  darg  than,  daß  die  gefärbten  Kreise,
welche  den  Lichtkegel  umschließen,  bloß  von  den  an
den  Rändern  der  Linse  1),  oder  der  Einfassung,  zerlegten ¬

o)  Da  der  Glanz  des  Lichtfeldes  die  Augen  blendet,
wenn  der  Himmel  recht  rein  ist,  so  muß  man  zur
Anstellung  dieser  Beobachtungen  die  Zeit  abwarten, =
  wenn  die  Sonne  hinter  eine  Lage  von  dünnen =
  Dünsten  verborgen  wird.
P)  S.  den  Abschnitt  von  der  Zerlegung  des  Lichtes.
9)  Wird  das  Licht  an  den  Rändern  eines  abgerundeten =
  flachen  Glases,  dessen  Flächen  gleichlaufend
sind,  eben  so  zerlegt,  als  an  den  Rändern  einer
Linse?  —  Sicherlich
Warum  nimmt  man
denn  nicht  ebenfalls  diese  gefärbten  Kreise  wahr?
Weil  sich  die  zerlegten  Stralen,  da  sie  nicht
ebenfalls  durch  die  Brechung  in  einen  kleinern
Raum
            
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