Full text : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

162ster  Vers.

124
Entdeckungen
Mittel  eines  röthlichen,  mit  Blau  verbrämten =
  Lichtfeldes.
Untersucht  man  diese  Flamme  nahebey  k)  mit
dem  bloßen  Auge,  oder  durch  eine  Linse,  so  sieht  der
Untertheil  blau  aus  und  der  übrige  Theil  des  Stroms
(jet)  rosenrothgelblich,  mit  einem  schmalen  rothen
Rande  1),  weicher  von  einem  breiten  blauen  in)
umschrieben  wird.  Jhr  Bild  besteht  aus  den  nemlichen ¬
  Farben;  das  Licht  fällt  also  ganz  zerlegt  auf
die  Linse,  und  weil  die  Stralen,  welche  zur  Bewirkung ¬
  dieser  Farben  zusammenstoßen,  ihren  Brennpunkt ¬
  nicht  alle  in  einen  nemlichen  Punkt  werfen,  so
erhalten  sie,  ehe  sie  dahin  gelangen,  eine  andere
Stellung  gegen  einander,  wie  man  solches  bey  der
Erzeugung  der  Brennlinien  wahrnimmt.
Das
k)  Im  Abstande  einiger  Zolle.
Dieser  kleine  Rand  ist  sehr  sichtbar  und  erscheint ¬
  so  gar  verbreitet,  wenn  man  die  Flamme ¬
  unmittelbar,  nachdem  man  die  Augen  wieder =
  geöfnet  hat,  ansieht;  um  ihn  aber  gut
wahrzunehmen,  muß  die  Kerze  eben  abgeschneuzet =
  seyn,  sonst  mischt  sich  die,  von  dem  brennenden =
  Tochte,  zurückgeworfene  Farbe  mit  der  Farbe
der  Flamme  und  verändert  sie;  ferner  muß  man
sie  sehr  nahebey  untersuchen:  denn  da  das  Blau
von  der  Luft  abstechen  muß,  so  hört  es  in  einem,
ein  wenig  beträchtlichen  Abstande  bald  auf,  sich
zu  unterscheiden.
Da  dieser  Rand  vor  der  Luft  hervorstechen  muß,
so  ist  er  wenig  zu  sehen.
            
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