Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

160ster  Vers.

Entdeckungen
122
gen  von  der  Achse,  auf  ein  rundliches,  oder  hohles
Glas  fallen;  denn  die  blendenden  krummen  Linien,
welche  den  erleuchteten  Platz  umgeben,  sind  eben  so
merklich,  wenn  der  größte  Theil  der  ersten,  (oder
vordern)  brechenden  Oberfläche  mit  einem  schwarzen ¬
  Papiere  bedeckt  ist,  wie  übrigens  der  Durchmesser ¬
  der  Kugel  auch  beschaffen  seyn  mag,  von  welcher
sie  einen  Abschnitt  ausmacht.
Aus  ihrer  Gestalt,  ihrer  Stellung,  ihrem
Glanze,  kann  man  schließen,  daß  sie  durch  die  allmäligen =
  Schnitte  jedes  Strals,  durch  den  nachfolgenden, =
  in  einen,  vor  dem  Schnitte  der  Achse  zu
liegenden,  Punkte  der  krummen  Linie,  erzeugt  werden. ¬
  So  werden  die  äußern  Stralen  eines  Bündels ¬
  stuffenweise  zu  stark  gebrochen,  als  daß  sie  sich
mit  den  innern  in  einem  einzigen  Punkte  vereinigen
köͤnnten;  aber  wir  wollen  die  Untersuchung  der  Erzeugung =
  dieser  krummen  Linien  auf  einen  andern
Abschnitt  verschieben,  und  hier  bloß  ihre  Farbe
betrachten.
Man  muß  die  beym  Sonnenlichte  bewirkten
Brennlinien  wohl  von  den  beym  Lichte  einer  Flamme =
  hervorgebrachten  unterscheiden.  Wir  wollen
mit  den  leztern  anfangen.
Wenn  man  sie  nur  einigermaaßen  sorgfältig  untersucht, ¬
  so  findet  man  bald,  daß  jede  von  diesen
krummen  Linien  aus  einem,  von  einem  rothen  umschriebenen, =
  gelben  Streife  besteht;  das  Licht  ist  daselbst =
  also  zerlegt.  Man  stelle  eine  Linse  von
sechszolliger  Brennweite  und  sechszolligem
Durch=
            
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